Suarez offen für Uruguay-Rückkehr zur Weltmeisterschaft 2026

"Ich würde der Nationalmannschaft niemals absagen, wenn sie mich braucht, besonders wenn eine Weltmeisterschaft ansteht." Das ist Luis Suarez, 39 Jahre alt, spielt in der MLS und offenbar noch nicht fertig mit dem internationalen Fußball.

Der Mann, der im September 2024 aus dem Uruguay-Kader zurücktrat — als deren Rekordtorschütze aller Zeiten mit 69 Toren in 143 Einsätzen — lässt Raum für ein Comeback vor dem Turnier 2026, das gemeinsam von den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. Ob Marcelo Bielsa dieses Gespräch wieder aufnehmen möchte, ist eine ganz andere Frage.

Der Konflikt, der nie ganz beigelegt wurde

Suarez' Abgang verlief nicht reibungslos. Er äußerte öffentlich Kritik an Bielsas Führungsstil und behauptete, der Trainer habe die Kabine gespalten. Das sorgte für Wirbel, und zwar nicht für die schmeichelhafte Art. Seitdem ist er zurückgerudert — "Ich habe etwas gesagt, was ich nicht hätte sagen sollen. Ich habe mich bereits bei denen entschuldigt, bei denen ich mich entschuldigen musste" — aber solche Dinge verschwinden nicht einfach, nur weil sich jemand entschuldigt.

Bielsa hat Uruguay um eine jüngere Generation aufgebaut. Das war immer Teil des Plans. Suarez' Rücktritt wurde als Beitrag zu diesem Projekt dargestellt, nicht als Zerwürfnis. Die revidierte Version, in der er mit 39 Jahren wieder zur Verfügung steht und ungelöste Spannungen im Hintergrund bestehen, passt weniger gut ins Bild.

Dennoch ist Suarez bei einer WM keine Kuriosität. Er war bereits bei vier Weltmeisterschaften dabei. Er gehörte zum Copa-America-Siegerteam von 2011. Bei Inter Miami beteuert er, dass das Siegergen noch vorhanden sei — "man sieht es auf dem Platz, wenn man sich immer noch über Niederlagen und schlechte Pässe ärgert." Das ist nicht nichts.

Was das in der Praxis bedeutet

Uruguays WM-Qualifikationssituation und Kadertiefe werden bestimmen, ob dies ein echtes Gesprächsthema oder nur ein gutes Zitat ist. Wenn Bielsas Offensive zwischen jetzt und dem 11. Juni 2026 auf Verletzungsprobleme oder Formschwächen stößt, wird Suarez' Name ins Spiel kommen. Uruguays Chancen, die Gruppenphase zu überstehen, bekommen eine andere Dimension, wenn er als potenzielle Option von der Bank zur Verfügung steht, im Gegensatz zu seiner völligen Abwesenheit.

Vorerst steht die Tür offen. Ob jemand hindurchgeht, hängt von Bielsa ab — und diese Beziehung muss erst einmal etwas Boden gutmachen.