Bonny wechselt Nationalmannschaft zur Elfenbeinküste für die WM 2026
Ange-Yoan Bonny hat seine Entscheidung getroffen — und sie lautet Elfenbeinküste, nicht Frankreich. Die FIFA genehmigte am Freitag offiziell den Nationalitätenwechsel des Inter-Mailand-Stürmers und ermöglicht ihm damit, die Afrikanischen Meister von 2023 bei der Weltmeisterschaft 2026 zu vertreten.
Der 22-jährige Bonny spielte zuvor für die französische U21-Nationalmannschaft, war aber durch familiäre Verbindungen berechtigt, zur Elfenbeinküste zu wechseln. Der französische Fußballverband stimmte dem Transfer zu, und damit ist die Sache erledigt. Er wird nicht für Les Bleus auflaufen.
Was die Elfenbeinküste wirklich bekommt
Dies ist kein Randspieler, der auf ein Turnierticket spekuliert. Bonny hat in seiner Debütsaison bei Inter seit seinem Wechsel von Parma sieben Tore erzielt — keine schlechte Ausbeute für einen 22-Jährigen, der sich an einen der europäischen Spitzenklubs anpasst. Er kam in allen zehn Champions-League-Spielen von Inter in dieser Saison zum Einsatz, stand allerdings nur zweimal in der Startelf und erzielte keine Tore, dafür aber drei Vorlagen. Im Grunde ein Rotationsspieler mit Potenzial.
Für die Elfenbeinküste ist es ein echter Gewinn, jemanden zu bekommen, der im System von Inter eingebunden ist. Ihre WM-Gruppe — Deutschland, Ecuador und Curaçao — ist durchaus machbar, sodass das Erreichen der K.o.-Runde kein Wunschdenken ist, und ein Stürmer, der weiß, wie man sich in einer hochklassigen taktischen Struktur bewegt, könnte in engen Spielen den Unterschied ausmachen.
Zwei der Gruppenspiele der Elfenbeinküste finden in Philadelphia statt, eines in Toronto. Bonny wird diese Austragungsorte bis zum nächsten Sommer vermutlich gut genug kennen.
Der beachtenswerte Frankreich-Aspekt
Frankreichs Verlust ist real, auch wenn er leicht übersehen werden kann. Bonny durchlief das französische Akademiesystem und war fester Bestandteil der U21-Auswahl. Angesichts der Angriffstiefe der A-Nationalmannschaft war eine WM-Nominierung nie garantiert — aber ihn dauerhaft an eine konkurrierende Nation zu verlieren, schließt diese Tür endgültig. Mit 22 Jahren und steigender Form ist er ein Spieler, der sich zu einer Option für die A-Nationalmannschaft hätte entwickeln können.
Stattdessen wird Frankreichs Gewinn zum Gewinn der Elfenbeinküste. Sieben Tore, Inter-Mailand-Renommee und ein gesicherter WM-Platz. Die Elefanten werden es gerne nehmen.