Bruno Fernandes mit Galatasaray in Verbindung gebracht, während Casemiro die MLS anvisiert
Die Champions-League-Qualifikation von Manchester United hat nicht nur europäischen Fußball gesichert – sie leistet bereits Transferarbeit. Galatasarays Bemühungen um Bruno Fernandes, langanhaltend und ernst gemeint, sind an eine Mauer gestoßen, die der Istanbuler Club nach eigener Einschätzung wohl nicht überwinden kann.
Sky Sport Deutschland berichtet, dass der türkische Meister Fernandes weiterhin als Traumziel ansieht, aber offen pessimistisch ist. Das ist die höfliche Formulierung. Uniteds Kapitän, zurück in der Champions League, spielend in der meistgesehenen Liga der Welt – warum sollte er absteigen, um an einem Donnerstagabend gegen Fenerbahce anzutreten?
Fernandes geht nirgendwohin
Galatasaray hat in den letzten Transferfenstern echten Ehrgeiz gezeigt – Victor Osimhen, Leroy Sane – dies ist also kein Club, der keine großen Namen anziehen kann. Aber Fernandes ist eine andere Hausnummer. Er führt United an, er ist Portugiese, er wurde vor nicht allzu langer Zeit mit einem Wechsel zu Barcelona und Real Madrid in Verbindung gebracht. Galatasaray konkurriert bei ihm ebenso sehr gegen die Trägheit wie gegen alles andere, und die Trägheit gewinnt.
Uniteds erneuerter Champions-League-Status verändert ihre gesamte Verhandlungsposition in diesem Sommer. Die Lohnsumme erhält einen Schub, das Angebot an potenzielle Neuzugänge verbessert sich, und das Argument, die besten Spieler zu halten, wird deutlich einfacher vorzubringen.
Casemiro auf dem Weg nach Florida
Die klarere Abgangsgeschichte ist die von Casemiro. Der Brasilianer geht – das ist beschlossene Sache – und Inter Miami kristallisiert sich als Favorit heraus. Laut Sky Sports ist Casemiro bereit, eine deutliche Gehaltskürzung in Kauf zu nehmen, um den Wechsel möglich zu machen, was alles über seine Beweggründe aussagt.
Die Anziehungskraft? Lionel Messi. Casemiro und Messi standen sich 20 Mal für Club und Land gegenüber, jeweils acht Siege auf beiden Seiten. Dass aus der Rivalität eine Partnerschaft wird, hat einen offensichtlichen Reiz. Inter Miami braucht einen defensiven Mittelfeldspieler nach Sergio Busquets' Rücktritt, und Casemiro – selbst leicht über seinem Zenit – passt exakt ins Profil.
Auch LA Galaxy wurden in Verbindung gebracht, es gibt also Konkurrenz. Aber Miami, Messi und ein Lebensumbruch nach ein paar schwierigen Saisons in Manchester? Das ist eine klare Entscheidung für einen 33-Jährigen, der noch viel zu bieten hat, aber in Europa nichts mehr beweisen muss.
- Galatasaray bleibt an Fernandes interessiert, akzeptiert aber, dass die Champions-League-Rückkehr einen Deal unwahrscheinlich macht
- Casemiro wird United verlassen, wenn sein Vertrag in diesem Sommer ausläuft
- Inter Miami ist das führende MLS-Ziel, wobei Casemiro bereit ist, eine Gehaltskürzung hinzunehmen
- LA Galaxy wurde ebenfalls mit dem brasilianischen Mittelfeldspieler in Verbindung gebracht
- United muss noch die Trainerfrage klären, derzeit ist Michael Carrick Interimstrainer
Casemiro stand Messi 20 Mal gegenüber, gewann nie häufiger als er – jetzt will er an seiner Seite spielen. Das ist die wahre Geschichte, die in all dem verborgen liegt.