Messi warnt: Argentinien sieht sich starken Rivalen bei der WM 2026 gegenüber

Messi warnt: Argentinien sieht sich starken Rivalen bei der WM 2026 gegenüber

Lionel Messi macht keine falschen Versprechungen. Auf die Frage nach Argentiniens Chancen, aufeinanderfolgende Weltmeisterschaften zu gewinnen, unterstützte er zwar sein Team – nannte dann aber sofort jene Mannschaften, die seiner Meinung nach vor ihnen liegen.

"Stand heute ist Frankreich wieder in großartiger Verfassung. Sie haben eine Vielzahl von Spielern auf Topniveau", sagte Messi in einem YouTube-Interview. Er nannte auch Spanien als Favorit, bezeichnete Brasilien als Bedrohung, beschrieb Portugal als "sehr wettbewerbsfähig" und räumte ein, dass Deutschland und England niemals ignoriert werden dürfen. Das sind viele Namen vor dem eigenen Team Argentiniens.

Die ehrliche Einschätzung eines Champions

Das ist keine falsche Bescheidenheit. Messi weiß, dass Argentinien vor dem Turnier echte Probleme hat – Verletzungen, Spieler mit mangelnder Spielpraxis – und er sagte es direkt. Was er aber auch sagte, ist, dass etwas passiert, wenn die Gruppe zusammenkommt. Das gilt seit 2021. Ob das durch einen Sommer in Nordamerika Bestand haben wird, ist die Frage.

Die WM 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada statt. Messi wird bis dahin 39 Jahre alt sein. Er hat nicht offiziell bestätigt, dass er dabei sein wird, was bei den argentinischen Fans für stille Panik sorgen sollte – obwohl seine Worte darauf hindeuten, dass er nicht vorhat aufzuhören.

"Ich liebe es, Fußball zu spielen, und ich werde es tun, bis ich nicht mehr kann", sagte er. Bei Inter Miami gewann er in der vergangenen Saison den MLS MVP-Award, führte die Liga in Toren an und verhalf dem Klub zum Titel. Der Körper hält durch.

Was das für die Wettquoten bedeutet

Argentinien bleibt einer der Top-Favoriten für 2026, und dieser Status basiert größtenteils auf Messis Namen und der Dynamik von 2022. Aber seine eigenen Worte deuten darauf hin, dass der Markt möglicherweise etwas zu großzügig ist. Frankreich – das Argentinien in jenem außergewöhnlichen Finale in Katar besiegte – ist neu aufgestellt und gefährlich. Spanien ist Europameister. Wenn man einschätzt, wo der tatsächliche Wert liegt, hat Messi selbst gerade dargelegt, dass er nicht automatisch bei seinem Team zu finden ist.

"Ich lasse nicht einmal meinen Sohn bei Videospielen gewinnen", fügte er hinzu. Der Siegeswille ist eindeutig intakt. Ob Argentiniens Kadertiefe dem im kommenden Sommer entspricht, ist eine ganz andere Diskussion.