Kvara­tskhe­lias 17 UCL-Tor­betei­ligungen sprechen für den Ballon d'Or

Siebzehn Torbeteiligungen in einer einzigen Champions-League-Saison. Kein Stürmer in Europa war in dieser Spielzeit entscheidender, und dennoch ist Khvicha Kvaratskhelia nicht der Name, an den jeder zuerst denkt, wenn es um PSG geht.

Das ändert sich, wenn PSG am 30. Mai den Pokal in die Höhe stemmt.

Was er in dieser Saison tatsächlich geleistet hat

Seit Beginn der K.o.-Runde ist Kvaratskhelia in jedem wichtigen Spiel aufgetaucht – mit einer Ausnahme, dem Hinspiel gegen Monaco. Im Halbfinale gegen Bayern München erzielte er im Hinspiel im Parc des Princes zwei Tore und legte dann in München vor, indem er Ousmane Dembélé beim 1:1 bediente, das PSG mit einem 6:5-Gesamtergebnis ins Finale brachte. Das ist das Profil eines Spielers, der Duelle entscheidet, nicht nur Spiele.

Das Lob wird zu Dembélé fließen. Das tut es immer – er ist Franzose, er ist spektakulär, und France Football stimmt über den Ballon d'Or ab. Luis Enrique wird für die taktische Struktur gewürdigt werden. Pacho war eine stets präsente Mauer in der Defensive. Aber wenn man den Lärm ausblendet, ist Kvaratskhelia der Spieler, der geliefert hat, als die Einsätze am höchsten waren. Das ist das Ballon-d'Or-Kriterium, ob die Wähler es zugeben oder nicht.

Das Hindernis ist die Weltmeisterschaft. Georgien hat sich nicht qualifiziert, was bedeutet, dass Kvaratskhelia keine sommerliche Bühne hat, um seinen Fall zu stärken, während Vinicius und Bellingham vor einem weltweiten Publikum Spielminuten sammeln. Das ist ein echtes Problem, keine Randnotiz. Die Auszeichnung neigte schon immer zu Spielern mit internationaler Turnierpräsenz.

Ein 70-Millionen-Transfer, der PSGs europäische Geschichte neu schrieb

PSG zahlte im Januar 2025 70 Millionen Euro, um ihn von Napoli zu holen – eine Summe, die bereits wie ein Schnäppchen aussieht. Luis Enrique drängte Berichten zufolge über mehrere Monate auf die Verpflichtung, und die Ergebnisse haben die Beharrlichkeit gerechtfertigt. PSG hatte zuvor Champions-League-Finals erreicht, Vermögen für Neymar und Mbappé ausgegeben und war dennoch gescheitert. Der georgische Flügelspieler kam und die Messlatte verschob sich.

Zwei aufeinanderfolgende Champions-League-Finalteilnahmen. Ein weiteres Spiel, um alles zu gewinnen. Kvara­tskhe­lias Chancen auf eine Ballon-d'Or-Anerkennung könnten sich erheblich verbessern, je nachdem, was in diesem Finale passiert – und ebenso werden sich PSGs Chancen verbessern, die Art und Weise neu zu gestalten, wie der europäische Fußball sich an diese Ära des Vereins erinnert.