Rangers vs Celtic Ticket-Streit: Union Bears-Verbot abgelehnt
Celtic teilte Rangers mit, dass sie ihre volle Auswärtskontingent für das Titelduell am 10. Mai im Parkhead erhalten können – nur nicht für die Union Bears. Rangers sagte nein, und jetzt muss die SPFL die Angelegenheit klären.
Die Auseinandersetzung geht direkt auf das Scottish-Cup-Spiel im Ibrox am 8. März zurück, als Rangers-Anhänger den Platz stürmten, nachdem Celtic-Fans nach dem Sieg der Gäste auf dem Rasen gefeiert hatten. Ein Celtic-Spieler und ein Mitarbeiter sollen im darauf folgenden Chaos angegriffen worden sein. Celtics Position ist eindeutig: Sie haben eine Risikobewertung durchgeführt, die Union Bears als relevante Gruppe identifiziert und sind nicht bereit, sie sechs Wochen später in den Celtic Park zu lassen.
Rangers' Gegenposition ist ebenfalls klar. Sie haben die Bedingungen abgelehnt, dies als Problem der sportlichen Integrität bezeichnet und die Angelegenheit gemäß Regel I27 an den SPFL-Vorstand weitergeleitet – die Vorschrift, die Vereine verpflichtet, eine "angemessene Anzahl" von Tickets für Gastfans bereitzustellen, und dem Vorstand die Befugnis gibt, diese Anzahl festzulegen.
Ein Titelrennen ohne Gästeblock?
Der Zeitpunkt könnte nicht brisanter sein. Dies ist ein Spiel, das über den Titel in der William Hill Premiership entscheiden könnte. Rangers argumentiert, dass das Entfernen von Auswärtsfans aus einem Spiel dieser Größenordnung ein "klares und wesentliches sportliches Ungleichgewicht" schafft und einen Präzedenzfall setzt, der in zukünftigen Saisons von jedem Verein ausgenutzt werden könnte, der bereit ist, einen Sicherheitsgrund zu konstruieren, um gegnerische Fans auszusperren.
Das ist eine berechtigte Sorge, nicht nur Propaganda. Wenn die SPFL einem Verein erlaubt, die Teilnahme von Auswärtsfans aufgrund des Verhaltens einer Teilgruppe von Anhängern faktisch zu verbieten, wird das Regelwerk zu Verhandlungsmasse. Rangers hat Recht, dies anzusprechen, auch wenn die eigenen Hände nach dem 8. März nicht sauber sind.
Celtics Erklärung konterte mit pointierter Sprache – "Überraschung und Enttäuschung" darüber, dass Rangers nicht dem zustimmen würde, was sie eine "vernünftige Bitte" nannten. Sie stellten es als Sicherheitsmaßnahme dar, nicht als Provokation. Ob der SPFL-Unterausschuss das genauso sieht, ist jetzt die einzige Frage, die zählt.
Was dies über die Schlagzeile hinaus bedeutet
Für das Titelrennen selbst ist die Ungewissheit eine eigene Form der Ablenkung. Rangers verfolgt Celtic an einem kritischen Punkt der Saison, und ein Spiel ohne Gästeblock – oder mit einer reduzierten, gefilterten Zuteilung – verändert die Atmosphäre und möglicherweise die Dynamik im Stadion. Der Heimvorteil bei einem Old Firm neigt sich bereits stark zur Heimseite. Ein leerer Gästeblock verstärkt dies noch weiter.
Der SPFL-Vorstand wird nun einen Unterausschuss ernennen, um über Rangers' Antrag zu entscheiden. Beide Vereine erklären ihre Gesprächsbereitschaft. Aber Celtic hat seine Position bereits öffentlich gemacht, und Rangers hat ihre ebenso deutlich gemacht.
"Dieses Spiel ist eine Gelegenheit für den schottischen Fußball zu zeigen, dass er konstruktiv auf die jüngsten Ereignisse reagieren kann", sagte Rangers. Ob diese konstruktive Antwort Union-Bears-Mitglieder am 10. Mai im Celtic Park einschließt, ist nun das Problem der SPFL.