Klopps erste Real-Madrid-Verpflichtung: Nico Paz für 9 Millionen Euro

Noch bevor Jürgen Klopp offiziell als Trainer von Real Madrid bestätigt wurde, steht seine erste Verpflichtung anscheinend bereits fest. Nico Paz, der 20-jährige Argentinier, der in der Serie A bei Como still und leise für Furore sorgt, soll für nur 9 Millionen Euro (7,8 Millionen Pfund) ins Bernabéu zurückkehren. Das ist kein Risiko – das ist ein Schnäppchen.

Fabrizio Romano berichtete bereits im Januar darüber: Paz zu Real Madrid im Sommer, praktisch sicher. Real Madrid behielt sich eine Rückkaufoption vor, als sie ihn an Como verkauften, und mit 12 Toren und sechs Vorlagen in der Serie A in dieser Saison wären sie töricht, diese nicht zu nutzen. Neun Millionen Euro für einen Spieler mit dieser Leistung ist die Art von Deal, die Transfer-Komitees von Konkurrenzklubs zusammenzucken lässt.

Ein Verein im Umbruch – ob es ihnen gefällt oder nicht

Der Hintergrund all dessen ist eine Real-Madrid-Saison, die sich still und heimlich aufgelöst hat. Xabi Alonso wurde entlassen, nachdem er das Finale des spanischen Supercups gegen Barcelona verloren hatte. Álvaro Arbeloa übernahm, aber die Probleme verschwanden nicht. Los Blancos liegen 11 Punkte hinter Barcelona in La Liga und wurden im Champions-League-Viertelfinale von Bayern München ausgeschaltet. Der Druck, umzugestalten – angefangen bei der Trainerbank – ist real.

Klopp soll Berichten zufolge der Auserwählte sein und hat eine "grundsätzliche Einigung" für eine Übernahme im Sommer erreicht. Kylian Mbappé wollte angeblich stattdessen José Mourinho, was eine faszinierende Kabinendynamik darstellt, noch bevor der Job überhaupt begonnen hat. Es sagt auch etwas über die interne Politik aus, in die Klopp hineinlaufen würde.

David Alaba wird laut Romano voraussichtlich ablösefrei gehen, da die Vertragsgespräche praktisch tot sind. Klopp erbt also einen Kader, der eine Operation braucht, nicht nur einen neuen Anstrich. Nico Paz – jung, technisch versiert, bereits mit dem Verein vertraut – passt zu dem risikoarmen Profil mit hohem Potenzial, das man von einem Trainer erwarten würde, der bei Liverpool geduldig aufbaute, bevor die Trophäen kamen.

Was der Paz-Deal signalisiert

Die Ablösesumme von 9 Millionen Euro ist über die reine Zahl hinaus bedeutsam. Real Madrid ist ein Verein, der über 100 Millionen Euro für Mbappé ausgab und zusah, wie ihre Saison trotzdem zusammenbrach. Der Schwenk zu einem kalkulierten Rückkauf eines selbst entwickelten Talents deutet darauf hin, dass derjenige, der die Transfers steuert, versteht, dass das aktuelle Modell angepasst werden muss.

Paz ist keine Statement-Verpflichtung. Er ist eine grundlegende. Und wenn Klopp den Job tatsächlich annimmt, könnte genau diese Ausrichtung – der Aufbau um aufstrebende Qualität herum statt der Jagd nach dem nächsten Galáctico – genau die Veränderung sein, die Real Madrid braucht.

Romanos 98-prozentige Sicherheit bei Alabas Abgang und seine Gewissheit bei Paz' Ankunft zeichnen ein klares Bild: Real Madrids Sommer nimmt bereits Gestalt an, mit oder ohne bestätigten Trainer.