Juventus visiert Bernardo Silva mit Dreijahresvertrag an

Bernardo Silva verlässt Manchester City im Juni, und Juventus möchte derjenige sein, der ihn verpflichtet. Laut TuttoMercatoWeb bereitet der Turiner Klub ein Dreijahresvertragsangebot vor – ein konkreter Schritt, der zeigt, wie ernst sie es meinen.

Der 31-Jährige ist seit seinem Wechsel von Monaco im Jahr 2017 zentral für Pep Guardiolas System. City hat bereits bestätigt, dass er nicht über diese Saison hinaus bleiben wird, was bedeutet, dass einer der komplettesten Mittelfeldspieler im europäischen Fußball ablösefrei auf den Markt kommt. Das ist ein Fenster, das nicht lange offen bleibt.

Was Juventus tatsächlich bietet

Juve hat kürzlich seine interne Gehaltsobergrenze auf 7 Millionen Euro pro Jahr festgelegt – die Summe, die Kenan Yildiz nach der Unterzeichnung seines neuen Vertrags im Februar erhält. Das wäre das Grundgehalt, das Silva erhalten würde. Doch das Angebot beinhaltet leistungsbezogene Zusatzzahlungen und Boni, die das Gesamtpaket auf etwa 9 Millionen Euro jährlich anheben – was in etwa dem entspricht, was er derzeit bei City verdient.

Es ist eine clevere Struktur. Sie ermöglicht es Juventus, innerhalb ihrer selbst auferlegten Grenzen zu bleiben und dennoch ein Angebot zu unterbreiten, das einen Spieler von Silvas Kaliber nicht beleidigt. Ob Silva das genauso sieht, ist eine ganz andere Frage.

Das Sportdirektoren-Duo Damien Comolli und Marco Ottolini sind Berichten zufolge bestrebt, schnell zu handeln – und sie haben gute Gründe dafür. Der FC Barcelona ist ebenfalls im Rennen, wobei Jorge Mendes Silvas Dienste bereits den Katalanen angeboten hat. Real Madrid wurde ebenfalls angesprochen, hat aber offenbar abgelehnt.

Warum das für Juventus wichtig ist

Das Mittelfeld ist seit zwei Saisons Juves offensichtlichste Schwachstelle. Sie hatten die defensive Struktur, aber nicht die Kreativität, um Teams zu knacken – genau der Bereich, in dem Silva glänzt. Ein Spieler, der das Tempo diktieren, intelligent pressen und dennoch auf engem Raum produktiv sein kann, würde etwas ansprechen, das kein anderer verfügbarer Transfer so abdeckt.

Silva seinerseits war deutlich: Er geht nicht in die MLS oder nach Saudi-Arabien. Er will für mindestens ein paar weitere Jahre europäischen Spitzenfußball, was die realistischen Anlaufstellen erheblich eingrenzt. Das spielt Juventus tatsächlich in die Karten – sie konkurrieren nicht mit bodenlosen Petrodollar-Budgets, sondern nur mit Barcelona.

Welcher Klub gewinnt, wird wahrscheinlich genauso sehr vom sportlichen Projekt wie vom Gehalt abhängen. Silva wird mit 31 wahrscheinlich nicht einem letzten großen Zahltag hinterherjagen. Er wird irgendwo spielen wollen, wo es noch etwas zu gewinnen gibt. Die Frage ist, ob er Turin oder Barcelona als die überzeugendere Antwort ansieht.