FIFA WM 2026: Preisgeld soll über 655 Millionen Dollar steigen
Der 655 Millionen Dollar schwere Preispool, den die FIFA im Dezember für die WM 2026 angekündigt hatte? Diese Zahl ist bereits überholt. Die FIFA hat bestätigt, dass sie in aktiven Gesprächen ist, um die Gesamtsumme zu erhöhen. Eine formelle Abstimmung ist für die FIFA-Ratssitzung am Dienstag in Vancouver angesetzt.
Die Hintergründe machen eine Erhöhung nahezu unvermeidlich. Die FIFA prognostiziert für den aktuellen Vierjahreszyklus von 2023 bis 2026 Einnahmen von über 11 Milliarden Dollar – eine Summe, die durch die erstmalige Austragung der 32-Teams umfassenden Klub-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten massiv angetrieben wird. Bis Ende 2025 waren bereits 93 Prozent der für den Zyklus budgetierten Gesamteinnahmen der FIFA vertraglich gesichert. Wenn das Geld bereits eingegangen ist, ist die Erhöhung des Preisgeldes keine Großzügigkeit. Es ist schlichte Mathematik.
Wie die aktuelle Preisstruktur aussieht
Nach der Ankündigung vom Dezember sollte der Weltmeister 50 Millionen Dollar erhalten, der Zweite 33 Millionen Dollar und die 16 in der Gruppenphase ausgeschiedenen Nationen jeweils 9 Millionen Dollar – bereits ein Sprung von 50 Prozent gegenüber der vorherigen Ausgabe. Jede qualifizierte Nation erhält zudem vorab 1,5 Millionen Dollar für Vorbereitungskosten.
Sollte der Rat am Dienstag einer weiteren Erhöhung zustimmen, ändern sich diese Zahlen erneut. Die endgültigen Beträge sind mehr als nur Prestige – für kleinere Fußballverbände ist das WM-Preisgeld eine direkte Finanzierungsquelle für die Entwicklung des heimischen Fußballs. Die vorgeschlagene Erhöhung der FIFA-Forward-Entwicklungsgelder für alle 211 Mitgliedsverbände steht neben dem Preisgeldvorschlag, was dem Paket eine breitere Ausrichtung gibt als nur die Belohnung der Teams, die weit im Turnier kommen.
Was das für das Turnier bedeutet
Die WM 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada statt – die erste Ausgabe mit 48 Teams. Ein größerer Preispool ändert nichts am Fußball selbst, verschiebt aber das kommerzielle Gewicht jedes Ergebnisses. Die Nationen haben nun bei jedem Sieg mehr auf dem Spiel, und Gruppenphase-Ausscheidungen werden mit einem größeren ungenutzten Scheck umso schmerzlicher sein.
Ein FIFA-Sprecher brachte es auf den Punkt: Die WM 2026 "wird in Bezug auf ihren finanziellen Beitrag zur globalen Fußballgemeinschaft bahnbrechend sein". Angesichts der bereits bestätigten Zahlen ist das eine FIFA-Aussage, gegen die sich kaum argumentieren lässt.