NAC Breda verliert Gerichtsberufung wegen Wiederholung des Spiels gegen Go Ahead Eagles

NAC Breda verliert Gerichtsberufung wegen Wiederholung des Spiels gegen Go Ahead Eagles

"Chaos." So bezeichnete der KNVB das, was passiert wäre, wenn NAC Breda gewonnen hätte. Am Montag stimmte ein Gericht in Utrecht zu – und die niederländische Fußballsaison kann endlich aufatmen.

NAC hatte den KNVB vor Gericht gebracht und gefordert, dass ihre 0:6-Niederlage gegen Go Ahead Eagles vom 15. März für ungültig erklärt wird. Ihre Argumentation war legitim: Go Ahead-Verteidiger Dean James war nicht spielberechtigt. Der 26-jährige, in den Niederlanden geborene Verteidiger hatte im März 2025 eine Berufung akzeptiert, um international für Indonesien zu spielen – eine Entscheidung, die nach niederländischem Recht automatisch seine niederländische Staatsangehörigkeit entzog. Ohne niederländische Staatsbürgerschaft benötigte er eine Arbeitserlaubnis, um in der Eredivisie zu spielen. Diese hatte er nicht.

Der KNVB räumte den Verstoß gegen die Spielberechtigung ein. Dennoch lehnte er die Berufung ab.

Warum der KNVB hier eine Grenze zog

Weil James nicht der einzige Fall war. Der Verband enthüllte, dass mindestens 11 Eredivisie-Spieler in dieser Saison in derselben Grauzone der Spielberechtigung gefangen waren – verteilt auf mindestens 133 Erstliga-Spiele. Wiederholt man ein Spiel, hat jeder andere betroffene Verein Grund, dasselbe zu tun. KNVB-Vizepräsidentin Mariane van Leeuwen war letzte Woche deutlich: "Wenn NAC gewinnt, werden auch diese anderen Vereine einstweilige Verfügungen einreichen. Das könnte bedeuten, dass der Wettbewerb nicht abgeschlossen werden kann."

Das ist kein theoretisches Risiko. Das ist die gesamte Saison, die sich wenige Wochen vor Schluss auflöst.

Das Gericht in Utrecht schloss sich dieser Logik an. In seinem Urteil erklärten die Richter, dass "NACs Interessen, ein Spiel wiederholen zu dürfen, nicht automatisch die Interessen des KNVB überwiegen, potenziell große Probleme beim Abschluss des Eredivisie-Wettbewerbs zu verhindern." Übersetzung: Die Beschwerde eines Vereins darf nicht eine ganze Liga als Geisel nehmen.

Was das für NAC bedeutet

Der sportliche Kontext ist hier wichtig. NAC befindet sich im Abstiegskampf, und eine 0:6-Niederlage – selbst eine mit einem nicht spielberechtigten Spieler – hat echte Konsequenzen für Torverhältnis und Schwung. Die Ungerechtigkeit ist real. Ein Spieler, der nicht auf dem Platz hätte sein dürfen, war auf dem Platz, und NAC verlor deutlich. Das schmerzt, besonders wenn man den ordnungsgemäßen Rechtsweg eingeschlagen hat, um dagegen vorzugehen.

Aber die Regeln des niederländischen Verbands haben ein bestimmtes Zeitfenster – acht Tage nach einem Spiel – für Vereine, um Bedenken bezüglich der Spielberechtigung vorzubringen. NAC reichte innerhalb dieses Zeitfensters ein. Kein anderer Verein tat dies. Dieses Versäumnis der anderen 10-plus betroffenen Vereine zu handeln schützt nun ungewollt die Integrität des Wettbewerbs, auch wenn es NAC ohne Abhilfe zurücklässt.

Der Verein erklärte, er werde das Urteil prüfen, bevor weitere Ankündigungen gemacht werden. Da sie das Verfahren korrekt befolgt haben und trotzdem verloren haben, gibt es dort eine legitime Beschwerde. Ob dies zu einer formellen Entschädigung oder disziplinarischen Maßnahmen gegen Go Ahead – oder James selbst – führt, ist die verbleibende Frage. Vorerst bleibt das 0:6 bestehen.