Liverpools Elliott-Diomande-Tauschplan soll Man Utd ausstechen
Yan Diomande ist derzeit einer der begehrtesten Flügelspieler Europas, und Liverpool könnte bereits den cleversten Weg gefunden haben, ihn zu verpflichten – ohne den vollen Preis zahlen zu müssen.
Der Stürmer von RB Leipzig hat in dieser Bundesliga-Saison 12 Tore erzielt und sechs Vorlagen gegeben. Mit solchen Leistungen war es unvermeidlich, dass er große Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Liverpool will ihn. Manchester United ebenfalls. Die Konkurrenz ist real, und Leipzig – mit noch vier Jahren Vertragslaufzeit – hat keine Eile, ihn günstig zu verkaufen.
Genau hier kommt Harvey Elliott ins Spiel.
Elliotts gescheiterte Villa-Leihe ändert Liverpools Strategie
Die Leihe zu Aston Villa sollte dem Selbstvertrauen dienen. Stattdessen kam Elliott in der gesamten Saison nur auf vier Premier-League-Einsätze. Es war ein Fehlschlag. Er wird im Sommer mit geringerem Marktwert zu Liverpool zurückkehren als er gegangen ist – es sei denn, ein Verein mit echtem Interesse ist bereit, das Gespräch neu zu führen.
RB Leipzig ist dieser Verein. Sie wurden bereits mit Elliott in Verbindung gebracht, bevor der Villa-Wechsel bestätigt wurde, zogen sich aber zurück, weil Liverpools Forderung zu hoch war. Leipzigs Obergrenze lag damals bei etwa 20 Millionen Pfund. Liverpool wollte mehr. Der Deal platzte.
Und jetzt? Liverpools Verhandlungsposition bei Elliotts Ablöse hat sich geschwächt, und Leipzigs Interesse ist nicht verschwunden. Ein Deal, bei dem Elliott Teil eines Diomande-Pakets ist, ergibt plötzlich für beide Vereine viel mehr Sinn – Liverpool senkt die Barausgaben, Leipzig bekommt den Mittelfeldspieler, den sie beobachtet haben.
Klopps Schatten über dem Deal
Es gibt hier eine weitere Ebene, die nicht genug Beachtung findet. Jürgen Klopp ist derzeit Head of Global Soccer bei Red Bull, eine Rolle, die Einfluss auf die Transferentscheidungen von RB Leipzig beinhaltet. Er kennt Elliott besser als fast jeder andere im Fußball. Er weiß auch, was Anfield einem jungen Spieler bietet, der sich noch entwickelt.
Ob Klopp als Brücke, Überzeugungskünstler oder einfach als glaubwürdige Stimme im Hintergrund agiert – seine Präsenz in der Red-Bull-Struktur verschafft Liverpool einen stillen Vorteil, den kein anderer Verein im Rennen um Diomande replizieren kann.
Die Dringlichkeit für Liverpool liegt auf der Hand. Mohamed Salah verlässt den Verein. Hugo Ekitikes Rückkehr nach seiner Verletzung wird frühestens im neuen Jahr erfolgen. Der Angriff muss neu aufgebaut werden, nicht nur geflickt.
- Diomande: 12 Tore, 6 Vorlagen in der Bundesliga dieser Saison
- Elliott: nur 4 Premier-League-Einsätze auf Leihbasis bei Aston Villa
- Leipzigs vorheriges Elliott-Gebot: etwa 20 Millionen Pfund
- Diomande-Vertrag: noch vier Jahre bei RB Leipzig
Liverpool hält mit Elliott eine Karte in der Hand, die die meisten Vereine in diesem Wettbewerb nicht haben. Sie clever zu nutzen – zusammen mit Klopps Einfluss im Hintergrund – könnte der entscheidende Faktor sein, der sie von United unterscheidet, wenn das Sommer-Transferfenster öffnet.