Iranische Offizielle verpassen FIFA-Kongress nach Auseinandersetzung am Flughafen Toronto
Der iranische Fußballverband hat es nie zum FIFA-Kongress geschafft. Verbandspräsident Mehdi Taj, Generalsekretär Hedayat Mombeini und dessen Stellvertreter Hamed Momeni landeten in Toronto, gerieten in Schwierigkeiten mit den Einwanderungsbehörden und bestiegen den nächsten Flug nach Hause.
Laut der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verfügte die Delegation über gültige Visa. Sie reisten trotzdem ab und beriefen sich dabei auf das, was der Bericht als "unangemessenes Verhalten der Einwanderungsbeamten" beschrieb – einschließlich einer Beleidigung, die sich konkret gegen einen der angesehensten Zweige der iranischen Streitkräfte richtete. Das ist keine geringfügige Beschwerde, die man beiseite schieben kann. Das ist die Art von Vorfall, die diplomatische Gespräche beendet, bevor sie überhaupt beginnen.
FIFA versuchte zu vermitteln, aber zu spät
Die FIFA entsandte einen Vertreter nach Toronto, um zu vermitteln. Es funktionierte nicht. Die Iraner waren bereits abgereist.
Gianni Infantino hat seitdem angeboten, die Delegation im FIFA-Hauptquartier zu treffen, und die Organisation drückte Berichten zufolge ihr Bedauern über den Vorfall aus. Die FIFA selbst lehnte eine Stellungnahme gegenüber Reuters ab – was angesichts der Tatsache, dass der Einwanderungsdienst einer Gastgebernation die Führung eines Mitgliedsverbandes wenige Tage vor einem Kongress abweist, ein vielsagendes Schweigen ist.
Die Auswirkungen erstreckten sich über den Donnerstags-Kongress in Vancouver hinaus. Quellen mit direktem Wissen teilten Reuters mit, dass die iranischen Offiziellen auch den Kongress der Asiatischen Fußballkonföderation am Dienstag in derselben Stadt verpassten – was darauf hindeutet, dass die Visa-Komplikationen lange vor der öffentlich gewordenen Konfrontation in Toronto begannen.
Größeres Bild, ungünstiger Zeitpunkt
Kanada ist Mitgastgeber der Weltmeisterschaft 2026. Der ganze Sinn des dort abgehaltenen FIFA-Kongresses bestand darin, diese Botschaft zu verstärken – eine einheitliche, gastfreundliche Gastgebernation, die für das größte Sportereignis des Planeten bereit ist. Dass Offizielle eines Mitgliedsverbandes am Flughafen zurückgewiesen werden, verbunden mit Vorwürfen von Fehlverhalten, ist genau die Art von Geschichte, die die Organisatoren im Vorfeld nicht wollten.
Wie Kanada und die FIFA den Konflikt von hier an bewältigen, ist wichtig. Eine stille Entschuldigung und ein Handschlag-Treffen in Zürich könnten das Kapitel administrativ schließen. Ob es tatsächlich etwas repariert, ist eine völlig andere Frage.