Mudryk legt Berufung gegen vierjährige Dopingsperre beim CAS ein

Mudryk legt Berufung gegen vierjährige Dopingsperre beim CAS ein

Mykhailo Mudryk hat beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Berufung gegen die FA eingelegt. Berichten zufolge wurde dem Chelsea-Flügelspieler eine vierjährige Sperre wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln auferlegt – was viele bereits vermutet hatten.

Der CAS bestätigte am Mittwoch den Eingang der Berufung und erklärte, dass die Parteien schriftliche Stellungnahmen austauschen. Eine Anhörung ist noch nicht angesetzt. Das Gremium verzichtete darauf, die genaue Sanktion zu spezifizieren – doch eine vierjährige Sperre wurde weithin berichtet, und das regulatorische Rahmenwerk macht deutlich, wie diese Zahl zustande kam.

Wie es zu einer vierjährigen Sperre kommt

Gemäß FA-Regel 77 gilt eine vierjährige Sperre in zwei Szenarien: Entweder handelt es sich bei der nachgewiesenen Substanz um eine nicht spezifizierte Substanz und der Spieler kann nicht beweisen, dass der Verstoß unbeabsichtigt war, oder es handelt sich um eine spezifizierte Substanz und die FA kann Vorsatz nachweisen. Mudryks Lager besteht darauf, dass der positive Test "ein völliger Schock" war und dass er "niemals wissentlich verbotene Substanzen verwendet" habe. Ob der CAS diese Darstellung akzeptiert, ist die entscheidende Frage.

Die Probe wurde nach einem Länderspiel mit der Ukraine im November 2024 genommen. Mudryk spielte zuletzt am 28. November für Chelsea bei einem Conference-League-Sieg über Heidenheim und saß drei Tage später gegen Aston Villa ungenutzt auf der Bank. Das war sein letzter Einsatz. Er wurde im Dezember 2024 vorläufig suspendiert und im Juni von der FA offiziell angeklagt.

Eine vierjährige Sperre – sollte sie Bestand haben – würde tief in seine späten Zwanziger reichen und praktisch die Jahre auslöschen, die seine beste Zeit auf Vereinsebene sein sollten. Chelsea bliebe mit den finanziellen Trümmern eines 88-Millionen-Pfund-Transfers zurück, der in 73 Einsätzen 10 Tore beigesteuert hat und nie überzeugend einen Stammplatz innehatte.

Was das für Chelseas Bücher bedeutet

Der Verein lehnte es am Mittwoch ab, sich zu äußern. Das ist auch nicht wirklich nötig – die Zahlen sprechen für sich. 88 Millionen Pfund wurden im Januar 2023 für einen Spieler ausgegeben, der jetzt bestenfalls ein rechtlich unklarer Vermögenswert ist. Jeder Käufer, der bereit ist, mit Mudryk ein Risiko einzugehen, während eine vierjährige Sperre in der Berufung liegt, wird dies mit einem erheblichen Preisnachlass tun – wenn überhaupt.

Für jeden, der Chelseas Offensivtiefe oder Europa-Level-Ambitionen für die nächste Saison einschätzt: Mudryk fehlt faktisch bereits seit Monaten. Die Berufung formalisiert lediglich, wie lange diese Abwesenheit dauern könnte.

CAS-Verfahren bewegen sich langsam. Eine Anhörung ist noch nicht einmal angesetzt. Eine Entscheidung ist realistisch erst in Monaten zu erwarten – und Mudryks Erklärung vom Dezember bleibt das letzte Wort von seiner Seite: "Ich habe nichts falsch gemacht."