Lewandowski plant Saudi-Wechsel nach Ronaldos Vorbild
Robert Lewandowski verlässt den FC Barcelona. Sein Vertrag läuft am 30. Juni aus, ein konkretes Verlängerungsangebot liegt nicht vor, und das Ziel deutet zunehmend nach Osten – genauer gesagt nach Saudi-Arabien.
Laut Journalist Nil Sola von Cadena SER sind sowohl die Saudi Pro League als auch die MLS die Favoriten, wobei Saudi-Arabien die Nase vorn hat. Die Gründe sind eher praktisch als glamourös: Die Zeitzone erleichtert Reisen nach Europa, Länderspiele werden besser handhabbar, und die körperliche Belastung sinkt erheblich. Mit 36 Jahren sind das keine unwichtigen Überlegungen.
Der Ronaldo-Effekt
Lewandowski hat Cristiano Ronaldo genau beobachtet. Das ist die Vorlage, an der er sich orientiert – ein Spieler, der den europäischen Fußball verließ, ohne vom internationalen Radar zu verschwinden, für Portugal relevant blieb und die EM 2028 im Visier hat. Lewandowski will den gleichen Weg mit Polen gehen. Wenn Ronaldo das von Riad aus schaffen kann, so die Logik, dann kann er das auch.
Das ist ein nachvollziehbares Argument, aber nicht ohne Risiko. Ronaldos Situation ist auf eine schwer nachzuahmende Weise einzigartig – seine Prominenz hielt ihn unabhängig von der Liga-Qualität im Gespräch. Lewandowski wird Ergebnisse sprechen lassen müssen. Ein ruhigerer Aufenthalt in Saudi-Arabien könnte dazu führen, dass er schneller aus Polens Startelf verschwindet als erwartet, besonders wenn jüngere Stürmer auf Einsatzzeiten drängen.
Die Juventus-Option, die an Fahrt gewonnen hatte, wirkt nun wie eine Randnotiz. Barcelona selbst scheint wenig mehr als vage Versprechen auf einen Einjahresvertrag mit reduziertem Gehalt anzubieten – kaum ein überzeugendes Angebot für einen Stürmer, der die letzte Saison als einer der beständigsten Spieler des Klubs beendete, wenn er fit war.
Was das für Barcelona bedeutet
Für die Katalanen öffnet Lewandowskis Abgang eine erhebliche Lücke im Kader. Sie haben sich stark auf ihn verlassen, während Lamine Yamal und andere um ihn herum gewachsen sind, und einen Stürmer seines Kalibers zu ersetzen – selbst die 36-jährige Version – ist nicht einfach. Die Transfermarkt-Quoten für Barcelonas Verpflichtung eines Stürmers in diesem Sommer sind gerade deutlich relevanter geworden.
Die Juventus-Verbindung verblasst. Die Verlängerungsgespräche führen nirgendwohin. Saudi-Arabien, mit seinem Geld, seinen zeitlichen Vorteilen und Ronaldos bereits bewährtem Vorbild, ist das Ziel, auf das alles hinausläuft.