Pochettino sagt Trump: USA können die WM 2026 gewinnen
"Glauben Sie, Trainer, dass wir gewinnen können?" Das fragte Donald Trump Mauricio Pochettino im Vorfeld der Auslosung zur WM 2026 in Washington, D.C. im Dezember. Und Pochettino, der im Podcast Stick To Football von Gary Neville zu Gast war, zögerte nicht.
"Warum nicht? Warum nicht?"
Es ist die Art von Antwort, die wie eine Ausweichmanöver klingt, bis man das Argument dahinter hört. Pochettino verwies auf Marokko, das in Katar das Halbfinale erreichte, und Südkorea, das 2002 Ähnliches schaffte – zwei Mannschaften, denen niemand ernsthaft zugetraut hatte, so weit zu kommen, die aber auf heimischem Boden oder in dessen Nähe alle Prognosen über den Haufen warfen. Sein Punkt ist nicht, dass die USA gewinnen werden. Sondern dass es fahrlässig ist, sie abzuschreiben.
Was die USA tatsächlich mitbringen
Die Amerikaner sind auf Platz 16 der Weltrangliste – auf dem Papier kein Titelanwärter, aber auch kein leichter Gegner. Sie haben bei ihren letzten drei WM-Teilnahmen jeweils das Achtelfinale erreicht: 2010, 2014 und 2022. Das ist ein Mindeststandard, keine Obergrenze, und Pochettino weiß, dass eine Mannschaft, die das Turnier ausrichtet und die volle Unterstützung der Fans genießt, eine ganz andere Kraft entfaltet als eine Mannschaft in der Fremde.
Die gemeinsame Ausrichtung mit Kanada und Mexiko bedeutet auch, dass die USA ihre Gruppenspiele vor riesigen Heimkulissen austragen werden. Das zählt. Fragen Sie Frankreich 1998. Fragen Sie Deutschland 2006. Die Zuschauer schießen keine Tore, aber sie verschieben die Dynamik auf eine Weise, die sich über 90 Minuten summiert.
Dennoch ist "warum nicht" eine Glaubenserklärung, kein taktischer Masterplan. Die USA sind noch nie über das Viertelfinale hinausgekommen – ein Erfolg, den sie zuletzt 2002 feierten. Um 2026 ein Turnier zu erreichen oder gar zu gewinnen, müssten sie Mannschaften wie Brasilien, Frankreich oder England ausschalten. Die WM-Quoten spiegeln genau diese Kluft wider.
Pochettino hat eindeutig das Selbstvertrauen. Ob er den Kader hat, um es zu untermauern, ist eine Frage, die die nächsten 14 Monate zu beantworten beginnen werden.