Ronaldos nächster Schritt: MLS-Wechsel von Body-Language-Experte vorhergesagt
"Vielleicht wird er sich eine neue Herausforderung suchen, bevor er Schluss macht, und wie David Beckham und Lionel Messi in die USA gehen." Das ist die Einschätzung von Body-Language-Experte Darren Stanton zu Cristiano Ronaldo – und diese Prognose ist schwerer abzutun, als es zunächst klingt.
Stanton sprach mit AceOdds nach Al-Nassrs 2:0-Sieg über Al-Ahli, wobei er viel Zeit damit verbrachte, Ronaldos Gesten, Mimik und Tonfall zu analysieren. Sein Fazit: Ein 41-Jähriger, der nicht kurz vor dem Karriereende steht und der stillschweigend frustriert ist über das, was er um sich herum in der Saudi Pro League sieht.
Was die Frustration tatsächlich bedeutet
Stanton beschrieb Ronaldo als "bodenständiger" und "fokussierter" wirkend als bei früheren öffentlichen Konflikten, sagte aber, die zugrunde liegende Irritation über die saudischen Standards sei unverkennbar. In seiner Lesart glaubt Ronaldo, dass die anderen großen Namen in der Liga nicht genug dazu beitragen, das Profil des Wettbewerbs zu heben.
Was Stanton am aussagekräftigsten fand, war nicht die Emotion selbst – es war die Konsistenz. Worte und Körpersprache stimmten überein. Das, so argumentierte er, signalisiert echte Überzeugung und nicht einen Spieler, der für die Kameras spielt.
Ob Ronaldos Frustration sich in einen Abgang übersetzt, ist eine andere Frage. Seine Vertragssituation bei Al-Nassr wird weitaus wichtiger sein als jede Körpersprache-Analyse, wenn es ernst wird. Aber die Richtung, auf die Stanton hinweist – die MLS – ist kein unrealistischer Gedankensprung.
Ein Messi-Wiedersehen, diesmal auf amerikanischem Boden
Sollte Ronaldo Messi in die Vereinigten Staaten folgen, bekommt die erschöpfendste Debatte der Fußballwelt eine neue Arena. Wortwörtlich. Allein die kommerzielle Anziehungskraft wäre überwältigend, und MLS-Clubs – insbesondere jene mit ernsthaftem finanziellen Hintergrund – würden Schlange stehen, um es möglich zu machen.
Stanton deutete auch etwas jenseits der aktiven Spielerkarriere an: Er sieht Anzeichen eines zukünftigen Trainers oder Sportdirektors in der Art und Weise, wie Ronaldo sich mittlerweile gibt, mit dem Wunsch, "eine gewisse Verantwortung für andere zu übernehmen", anstatt nur seinen eigenen Zahlen nachzujagen.
Der Rücktritt nach der Weltmeisterschaft 2026 war bisher die vorherrschende Annahme. Stanton sagt, er wäre "überrascht", wenn es dort enden würde. Angesichts der Tatsache, dass Ronaldo jeden vernünftigen Zeitplan in seiner Karriere widerlegt hat, ist das wahrscheinlich die sicherste Position.