Frankreichs Milliarden-Angriff bei der WM 2026: Wer kommt in die Startelf?
Didier Deschamps hat kein Auswahlproblem. Er hat eine Auswahlkrise – von der guten Sorte. Frankreichs Offensiv-Optionen für die Weltmeisterschaft 2026 werden auf 855 Millionen Euro geschätzt, knapp über 1 Milliarde Dollar, und die Debatte darüber, wer am 16. Juni gegen Senegal beginnt, hat keine einfache Antwort.
Kylian Mbappé führt die Liste mit 200 Millionen Euro an und benötigt nur noch ein Tor, um Olivier Girouds französischen Allzeitrekord von 57 Toren einzustellen. Er war diese Saison bei Real Madrid gnadenlos. Das steht außer Frage. Alle anderen sind Diskussionsstoff.
Die Tiefe hinter Mbappé ist die eigentliche Geschichte
Michael Olise – mit einem Marktwert von 140 Millionen Euro – hat in 44 Spielen für den Bundesliga-Meister Bayern München 18 Tore erzielt und 25 Vorlagen gegeben. Das ist ein berechtigter Anspruch auf einen Startplatz. Désiré Doué wird mit 20 Jahren bereits mit 115 Millionen bewertet, bei noch drei Jahren Vertragslaufzeit bei PSG. Ousmane Dembélé, acht Jahre älter, ist 100 Millionen wert. Vier Spieler mit einem Wert von jeweils über 100 Millionen Euro, und das noch bevor man zu Barcola, Cherki, Akliouche, Thuram, Mateta und Kolo Muani kommt.
Rayan Cherki ist der Joker, den man beobachten sollte. Er hat sich bei Manchester City so eingelebt, als wäre er für Pep Guardiolas System geschaffen – und Guardiola hat mit Messi und Iniesta zusammengearbeitet, seine Überraschung über Cherkis Spielintelligenz bedeutet also etwas. Seine Ablösesumme von 36 Millionen Euro wirkt bereits peinlich für den Verkäufer. Eine starke WM könnte seine Bewertung über Nacht in Olise-Regionen katapultieren.
Maghnes Akliouche traf in beiden Spielen des Champions-League-Playoffs von Monaco gegen PSG. Marcus Thuram kommt in Form, während Inter auf die Serie A zusteuert. Jean-Philippe Mateta trifft weiterhin für Crystal Palace. Randal Kolo Muani – immer noch heimgesucht von jener vergebenen Chance in den letzten Sekunden des Finals 2022 – ist der Außenseiter, ausgeliehen bei den Spurs und nicht in Form, obwohl PSG bei einem Transfer noch 30 Millionen einstreichen würde.
Was das für das Turnier bedeutet
Keine andere Nation bei dieser Weltmeisterschaft kann mit dieser Offensiv-Tiefe mithalten. Die Frage ist nicht, ob Frankreich Tore erzielen wird – sondern ob Deschamps 10 Elite-Offensivspieler motiviert halten kann, wenn die Hälfte von ihnen auf der Bank schmort. Teamharmonie war schon früher ein Bruchpunkt für Frankreich. Bei so viel Talent und so viel Geld in der Reserve könnte es das wieder werden.
- Mbappé – 200 Mio. Euro, Real Madrid, 56 Länderspieltore
- Olise – 140 Mio. Euro, Bayern München, 18 Tore + 25 Vorlagen diese Saison
- Doué – 115 Mio. Euro, PSG, 20 Jahre alt
- Dembélé – 100 Mio. Euro, PSG, Ballon-d'Or-Gewinner
- Barcola – 70 Mio. Euro, PSG
- Cherki – 65 Mio. Euro, Manchester City
- Akliouche – 50 Mio. Euro, Monaco
- Thuram – 50 Mio. Euro, Inter Mailand
- Mateta – 35 Mio. Euro, Crystal Palace
- Kolo Muani – 30 Mio. Euro, Tottenham (Leihe)
Frankreich startet am 16. Juni gegen Senegal. Wenn der Angriff vom ersten Pfiff an funktioniert, wird der Rest des Turniers sehr schnell sehr einfach. Wenn Deschamps die falsche Aufstellung wählt – oder der Kader zerbricht – werden auch eine Milliarde Euro an Talent sie nicht retten.