Real Madrids sieben Führungsspieler von Arbeloa benannt

Real Madrids sieben Führungsspieler von Arbeloa benannt

Alvaro Arbeloa hat keine Geduld für die Behauptung, diesem Real-Madrid-Kader würde es an Führungsspielern fehlen. Direkt gefragt, ratterte er ohne zu zögern sieben Namen herunter: Carvajal, Alaba, Militao, Bellingham, Valverde, Vinicius, Mbappe. Das ist kein Kader auf Identitätssuche — das ist eine Liste mit einem spezifischen Problem im Inneren.

Alaba steht darauf. Und Alaba geht.

Die Aufnahme des Österreichers ist nicht sentimental — sie ist verdient. Jeder, der gesehen hat, wie er Vinicius während des Bayern-Spiels vom Abgrund zurückholte, ihn körperlich zur Seitenlinie zog, um ihn zu beruhigen, weiß genau, warum er auf dieser Liste steht. Diese Art von Autorität kommt nicht aus einem Vertrag. Sie kommt aus jahrelangem Siegen und aus dem stillen Selbstvertrauen von jemandem, der das Rampenlicht nicht braucht, um zu führen. Die Tatsache, dass seine Zeit im Bernabéu zu Ende geht, macht seine Präsenz auf dieser Liste bemerkenswerter, nicht weniger.

Carvajal trägt die alte Garde

Von den sieben ist Dani Carvajal der letzte verbliebene Mann aus Madrids ära-definierender Phase — der Generation um Ramos, Cristiano, Modric, Benzema und Kroos, die die Champions League zu einem wiederkehrenden Ereignis machte. Arbeloa nannte ihn zuerst, und diese Reihenfolge wirkt bewusst gewählt. Er ist der Faden, der verbindet, was Madrid war, mit dem, was es wird.

Das Durchschnittsalter des Kaders liegt bei etwa 23-24 Jahren. Die Mannschaft, die zuletzt die Champions League in London gegen Dortmund gewann, hatte einen Durchschnitt von eher 27-28 Jahren. Diese Lücke wiegt schwerer, als die Trophäensammlung vermuten lässt — Erfahrung unter Druck ist nichts, was man erbt, sondern etwas, das man langsam von den Menschen um einen herum aufnimmt.

Die Mbappe-Frage

Arbeloas Verteidigung von Mbappe ist der interessanteste Eintrag auf der Liste. Einige Madrid-Fans sind bereits unruhig geworden mit dem Franzosen — zu peripher, nicht engagiert genug im Detail. Arbeloa widerspricht: Ein Spieler, der mit 18 eine Weltmeisterschaft gewonnen hat, muss niemandem seine mentale Bereitschaft beweisen.

Dieses Argument hat Gewicht, umgeht aber auch die eigentliche Kritik, die sich auf Konstanz und Einbindung bezieht und nicht auf die Vita. Ob Mbappe tatsächlich führt oder einfach nur aufgrund seines Rufs auf der Führungsliste steht, wird der Rest dieser Saison beantworten. Seine Chancen, zum Dreh- und Angelpunkt dieser Mannschaft zu werden, hängen stark davon ab, welche Version von ihm Woche für Woche auftaucht.

Sieben Namen. Einer geht. Einer findet noch seinen Platz. Und ein Kader, der jung genug ist, dass diese Liste in zwei Jahren ganz anders aussehen könnte.