Donovan attackiert Crocker nach Wechsel des US-Sportdirektors nach Saudi-Arabien

Donovan attackiert Crocker nach Wechsel des US-Sportdirektors nach Saudi-Arabien

"Wir sollten froh sein, dass er weg ist." Das ist Landon Donovan – USMNT-Legende, kein Troll-Account – über den Rücktritt von Matt Crocker als Sportdirektor des US-Fußballverbands, weniger als zwei Monate bevor die Vereinigten Staaten eine Weltmeisterschaft mitausrichten.

Crocker wechselt nach Saudi-Arabien. Der Wechsel, der von einer mit der Entscheidung vertrauten Quelle bestätigt wurde, die anonym gegenüber der Associated Press sprach, wurde zuerst von Fox Sports berichtet. Er verlässt eine der folgenreichsten Positionen in der Geschichte des amerikanischen Fußballs, um sich dem saudischen Fußballprojekt anzuschließen – genau in dem Moment, in dem diese Rolle am wichtigsten ist.

Donovan nimmt kein Blatt vor den Mund

Donovans Reaktion kam wie ein Urteil, nicht wie eine hitzige Meinung. "Mein erster Gedanke ist: Wenn er nicht hier sein will, wollen wir ihn auch nicht hier haben", sagte er. "Ich hatte immer das Gefühl, dass er hier nicht voll engagiert war und sich nicht wirklich für den Fußball in diesem Land interessierte."

Das ist eine pointierte Einschätzung. Donovan ist kein Außenseiter-Kritiker – er hat die Frustration über die schwachen Leistungen des amerikanischen Fußballs jahrzehntelang selbst erlebt. Wenn er sagt, dass Crocker sich nicht kümmerte, hat das Gewicht.

"Ich bin tatsächlich froh, jemanden in diese Position zu bekommen, der sich wirklich für das Wachstum des Fußballs interessiert." Ob das nun die richtige Einschätzung von Crocker ist oder nicht, der zentrale Punkt bleibt bestehen: Der USSF muss jetzt in einem der chaotischsten Vorturnier-Zeitfenster einen neuen Sportdirektor finden, einstellen und einarbeiten.

Das Timing ist das Problem

Die Weltmeisterschaft 2026 beginnt auf heimischem Boden in weniger als zwei Monaten. Der USSF hat Jahre damit verbracht, dieses Turnier als Wendepunkt für die Stellung des Fußballs in der amerikanischen Kultur zu präsentieren. Sportdirektoren legen nicht nur Transferpolitik fest – sie prägen die Kader-Philosophie, die Beziehungen im Trainer-Team und die Turniervorbereitung. Diese Position jetzt zu verlieren ist keine kleine administrative Umbesetzung.

Ob Crocker nun wirklich desinteressiert war oder einfach ein besseres Angebot bekommen hat, die Optik ist schlecht. Und die Chancen der USMNT auf ein tiefes Turnier-Weiterkommen sind mit einem Führungsvakuum an der Spitze ihrer Struktur gerade schwerer einzuschätzen geworden.

Der USSF bestätigte den Abgang in neutraler Unternehmenssprache. Donovan war erheblich weniger diplomatisch.