Kanada feiert WM-Tour: 34 Städte, eine Weltmeisterschaft
Kanada bekommt eine landesweite Weltmeisterschafts-Feier – unabhängig davon, ob die eigene Stadt ein Stadion hat oder nicht. Die FIFA Canada Celebrates Tour startet am 1. Juni und läuft bis zum Finale am 19. Juli in East Rutherford, New Jersey – mit Stopps in 34 Gemeinden in allen Provinzen und einem Territorium.
Live-Übertragungen der Spiele, Musik, Essen und das allgemeine Chaos eines 48-Nationen-Turniers, geteilt mit Millionen von Menschen, die jahrelang darauf gewartet haben. Die letzten Stationen sind zweitägige Events in Niagara Falls und Brampton, Ontario, womit die Tour dort endet, wo sie begann: in einem Land, das sich immer noch kneifen muss, um zu glauben, dass es Gastgeber ist.
Mehr als nur Public Viewing
FIFA-Vizepräsident und Concacaf-Präsident Vittorio Montagliani brachte es auf den Punkt: "Über die Ausrichtung von Spielen in Toronto und Vancouver hinaus wird diese FIFA-Weltmeisterschaft ein Vermächtnis für den Fußball in diesem Land schaffen – die nächste Generation inspirieren und das Spiel für die kommenden Jahre wachsen lassen."
Das ist die eigentliche Botschaft. Toronto und Vancouver bekommen die tatsächlichen Spiele – 104 davon, verteilt auf 16 Gastgeberstädte in Kanada, den USA und Mexiko – aber die Mehrheit der Kanadier lebt nicht in realistischer Fahrentfernung zu einer dieser Städte. Die Tour ist FIFAs Antwort auf dieses Problem, und es ist eine kluge. Nationale Begeisterung entsteht nicht in zwei Städten. Sie entsteht, wenn sich jemand in Moncton oder Lethbridge tatsächlich als Teil davon fühlt.
Die Pokal-Tour ist bereits unterwegs. Der FIFA-Weltmeisterschaftspokal – normalerweise im FIFA-Museum in Zürich eingeschlossen – landete letzte Woche in Vancouver und macht sich auf den Weg durch Calgary, Winnipeg, Montreal, Halifax, Ottawa und Toronto vor dem 26. Mai. Wenn das Turnier beginnt, haben die Kanadier also bereits Wochen des Aufbaus hinter sich.
Worauf Wettende achten sollten
Für das Wettbild bedeutet ein Turnier dieser Größe – 48 Teams, 104 Spiele – ein Volumen und eine Vielfalt, die keine vorherige Weltmeisterschaft erreicht hat. Mehr Spiele bedeuten mehr Märkte, mehr Überraschungen und mehr Gelegenheiten, Wert bei Nationen zu finden, die historisch gesehen gar nicht erst in die Auslosung gekommen wären. Das erweiterte Format belohnt Recherche. Die Gruppen werden offener sein, Überraschungen in der frühen Phase häufiger, und Gesamtsieger-Wetten schwerer mit Zuversicht zu platzieren.
FIFA sagt, dass gemeindespezifische Veranstaltungsdetails noch folgen werden. Angesichts des Umfangs der Tour sind das viele Ankündigungen, die noch in der Pipeline stecken – bis in den Juni und Juli hinein.