Joey Barton plädiert auf nicht schuldig bei Anklage wegen Golfschläger-Angriff
Joey Barton wehrt sich gegen die Anklage. Der ehemalige Premier-League-Mittelfeldspieler erschien am Dienstag per Videoschaltung aus dem Gefängnis vor dem Liverpool Crown Court und plädierte auf nicht schuldig in Bezug auf den Vorwurf der vorsätzlichen schweren Körperverletzung.
Barton, 43, und der Mitangeklagte Gary O'Grady, 50, wurden nach einem tätlichen Angriff im Huyton and Prescot Golf Club in Merseyside am 8. März angeklagt. Das Opfer wurde inzwischen als Kevin Lynch identifiziert, ein ehemaliger Fußballtrainer aus dem Amateurbereich. O'Grady erschien vor Gericht, gab jedoch kein Plädoyer ab.
Weiterhin in Haft
Barton befand sich nicht im Gerichtssaal. Ihm wurde bei einer früheren Anhörung vor dem Amtsgericht die Freilassung auf Kaution verweigert, und er nahm an der Anhörung zur Plädoyer- und Prozessvorbereitung am Dienstag per Videoschaltung aus dem Gefängnis Liverpool teil – ein Detail, das unterstreicht, wie ernst die Gerichte diesen Fall nehmen.
Der Vorwurf der vorsätzlichen Körperverletzung gehört nach englischem Recht zu den schwersten Straftaten im Bereich der Körperverletzungsdelikte. Bei einer Verurteilung droht eine mögliche lebenslange Haftstrafe. Dies ist keine geringfügige Auseinandersetzung, die mit einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit erledigt werden kann.
Bartons Karriere war nie weit von Kontroversen entfernt – auf dem Platz, an der Seitenlinie und abseits davon. Seine Zeit als Trainer bei Fleetwood Town endete mit einer Entlassung. Seine Arbeit als Kommentator kam und ging. Was auch immer beruflich als Nächstes kommt, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, während sich dies vor Gericht abspielt.
Der nächste Schritt ist ein vollständiger Prozess, wobei die Anhörung am Dienstag lediglich der Vorbereitung diente. Bis dahin bleibt Barton in Gewahrsam – und sein Plädoyer auf nicht schuldig bereitet den Weg für einen möglicherweise langwierigen rechtlichen Prozess.