Alex Manninger mit 48 Jahren nach Zugunglück in Salzburg gestorben
Alex Manninger ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Der ehemalige Torwart von Arsenal, Juventus und der österreichischen Nationalmannschaft kam am Donnerstagmorgen ums Leben, als sein Auto an einem Bahnübergang in Nußdorf am Haunsberg bei Salzburg von einem Zug erfasst und mitgeschleift wurde. Er war allein im Fahrzeug. Trotz Wiederbelebungsversuchen von Ersthelfern, einem Notarzt und der Polizei vor Ort konnte er nicht gerettet werden.
Die Salzburger Polizei bestätigte die Details, ohne ihn namentlich zu nennen, doch der österreichische Rundfunk ORF identifizierte Manninger als das Opfer. Sein ehemaliger Verein Red Bull Salzburg beseitigte kurz darauf jede Unklarheit: "Wir trauern um unseren ehemaligen Torwart Alexander Manninger, der tragisch bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden. Ruhe in Frieden, Alexander."
Eine Karriere bei den besten Klubs Europas
Manninger gewann 1998 mit Arsenal das Double aus Premier League und FA Cup – als Teil eines Gunners-Kaders, den Arsène Wenger zu einem der dominantesten Teams Englands aufbaute. Später gewann er mit Juventus die Serie A und verlieh seiner Karriere europäisches Format, die ihn über zwei Jahrzehnte lang quer durch den Kontinent führte. Er absolvierte 33 Länderspiele für Österreich.
Peter Schottel, Sportdirektor seines ehemaligen Nationalteams, brachte es auf den Punkt: "Alexander Manninger war ein großartiger Botschafter für den österreichischen Fußball auf und neben dem Platz, der in seiner internationalen Karriere Maßstäbe gesetzt und so viele junge Torhüter inspiriert und geprägt hat. Seine Professionalität, Ruhe und Verlässlichkeit machten ihn zu einem wichtigen Teil seiner Mannschaften und der Nationalmannschaft."
Dieses Wort – Verlässlichkeit – taucht immer wieder auf. Manninger war nirgendwo eine schillernde Nummer eins, aber er war ein Gewinner. Zwei der größten nationalen Titel im europäischen Fußball stehen in seinem Lebenslauf. Das ist nicht nichts. Das ist eine Karriere, die die meisten Torhüter nie erreichen.
Der Fußball zollt seinen Respekt
Vereine in ganz Europa meldeten sich am Donnerstag in den sozialen Medien zu Wort, um ihre Anteilnahme zu bekunden. Salzburg war der erste und direkteste. Weitere werden folgen.
Er wurde 48 Jahre alt. Er hinterlässt Familie und Freunde sowie einen Platz in der Geschichte von Arsenal und des österreichischen Fußballs, der nicht in Vergessenheit geraten wird.