Inter Miami Trainersuche: Wer wird Mascheranos Nachfolger?
Javier Mascherano hat Inter Miami verlassen, und niemand scheint zu wissen warum. Seine Abschiedserklärung bot nichts – ein "Dankeschön", eine "herzliche Umarmung" für die Fans, und das war's. Kein Grund, kein Kontext, kein Hinweis darauf, was als Nächstes kommt. Einfach weg.
Für einen Klub, der unter ihm seinen ersten MLS-Cup-Titel sowie die Eastern-Conference-Meisterschaft gewann, ist dieses Schweigen beunruhigend. Man verlässt so ein Projekt nicht ohne eine Geschichte dahinter. Was auch immer diese Geschichte ist, Miami verrät sie nicht.
Marrero hält die Stellung – vorerst
Kurzfristig übernimmt Alberto Marrero als Interimscoach, während der Klub etwas Dauerhafteres ausarbeitet. Das ist Standard-Krisenmanagement. Die eigentliche Frage ist, wen Inter Miami tatsächlich will – und im Moment gibt es keine Antwort.
Es werden keine Namen genannt. Keine hochkarätigen Kandidaten sind aufgetaucht. Für ein Franchise mit der globalen Sichtbarkeit, die Lionel Messi im Kader mit sich bringt, ist das eine auffällige Leere. Der nächste Trainer erbt einen Kader, der in der Lage ist, Titel zu gewinnen, aber auch eine Kabine mitten in der Saison ohne Kontinuität an der Spitze.
Jeder, der Miamis Titelchancen in dieser Saison beobachtet, sollte die aktuelle Situation als offene Variable betrachten. Eine gefestigte, gut trainierte Mannschaft ist nun keines von beidem. Wie lange sich die Trainersuche hinzieht – und bei wem sie landet – wird bestimmen, ob dies ein kleiner Stolperstein ist oder etwas, das die gesamte Kampagne entgleisen lässt.
Mascherano hat in Miami etwas Echtes aufgebaut. Sein Nachfolger tritt einen Job mit echten Erwartungen an, nicht nur ein Projekt, das von Grund auf neu aufgebaut werden muss. Das erhöht das Profil der Rolle. Es erhöht aber auch den Druck.