Mbappe bevorzugt Zidane gegenüber Klopp als Real Madrid Trainer
Kylian Mbappe soll Berichten zufolge gegen Jürgen Klopp bei Real Madrid lobbyieren – und sich vehement für Zinedine Zidane einsetzen, der den Job zum dritten Mal übernehmen soll. Das ist ein interessantes Machtspiel von einem Spieler, der seit seinem Wechsel zu Los Blancos noch keinen einzigen Titel gewonnen hat.
Der Hintergrund: Real Madrid entließ Xabi Alonso im Januar und installierte Alvaro Arbeloa als Interimstrainer. Ohne LaLiga-Titel und ohne Champions-League-Trophäe in Sicht wird allgemein erwartet, dass Arbeloa im Sommer gehen muss. Die Suche nach einem festen Trainer läuft bereits, und Klopps Name taucht intern immer wieder auf.
Doch laut Football365 ist Mbappe von der Klopp-Option nicht überzeugt. Er würde lieber seinen Landsmann Zidane sehen – der in seinen beiden vorherigen Amtszeiten drei aufeinanderfolgende Champions-League-Titel holte – an die Seitenlinie des Bernabeu zurückkehren sehen.
Klopps Situation ist komplizierter als es scheint
Fabrizio Romano bestätigte, dass Klopp auf Real Madrids Radar ist, dämpfte aber jegliche Vermutungen über einen abgeschlossenen Deal. "Real Madrid führt weiterhin interne Gespräche über Trainer, und einer der Namen, die intern immer wieder genannt werden, ist Jürgen Klopp. Aber im Moment ist das nichts Fortgeschrittenes oder Konkretes", sagte Romano auf seinem YouTube-Kanal.
Das Haupthindernis ist nicht, ob Madrid Klopp will – sondern ob Klopp überhaupt wieder ins Tagesgeschäft als Trainer zurückkehren möchte. Er übernahm im Januar 2025 nach seinem Abschied von Liverpool die Position als Head of Global Soccer bei Red Bull, und aus dieser Struktur auszusteigen, um wieder nur einen Verein zu trainieren, wäre eine erhebliche Veränderung. Romano wies genau darauf hin: Madrid muss wissen, ob er wirklich interessiert ist, bevor etwas anderes voranschreitet.
Es gibt auch etwas still Ironisches an Mbappes Widerstand gegen Klopp. Im Jahr 2020 äußerte er sich überschwänglich lobend über Klopps Liverpool, nannte sie "wie eine Maschine" und sagte "sie gewinnen, sie gewinnen, sie gewinnen". Ob seine jetzige Haltung persönliche Präferenz, taktisches Denken oder etwas ganz anderes ist, kann nur spekuliert werden.
Was das für Madrids Sommer bedeutet
Eine Saison ohne Titel ist für Real Madrid nach den eigenen Maßstäben des Vereins eine Krise. Wer auch immer als Nächster kommt, steht unter unmittelbarem Druck, an der Spitze der LaLiga und in Europa zu konkurrieren – was die Trainerentscheidung zu einer der meistbeachteten Personalentscheidungen des Sommers macht. Zidane bringt die Mystik dieser drei aufeinanderfolgenden Champions-League-Siege mit, ist aber seit 2021 nicht mehr als Trainer tätig. Klopp hat sich auf Spitzenniveau bewährt, will den Job aber möglicherweise nicht.
Mbappe seinerseits hat in 98 Einsätzen für den Verein 84 Tore erzielt und 11 Vorlagen gegeben. Die Zahlen sind solide. Die Trophäen fehlen. Sein Einfluss auf die Führungsebene, ob real oder wahrgenommen, fügt einem ohnehin schon komplizierten Wiederaufbau eine weitere Ebene hinzu.
Real Madrids nächster Trainer wird einen Kader im Umbruch und eine Fanbasis erben, die Titel als Grundvoraussetzung erwartet. Klopp oder Zidane – wer auch immer den Zuschlag bekommt, die Fehlertoleranz ist vom ersten Tag an gering.