Chema Andres offen für Rückkehr zu Real Madrid nach Wechsel zum VfB Stuttgart
Chema Andres verließ Real Madrid im vergangenen Sommer in Richtung VfB Stuttgart, und nach eigenen Angaben war es genau die richtige Entscheidung. Doch sollte Madrid jemals wieder anklopfen, wird er nicht ablehnen.
"Ich würde mich freuen, nach Madrid zurückzukehren, aber das ist nichts, was mich im Moment beschäftigt", sagte der junge Spanier in einem kürzlichen Interview. "Ich bin sehr glücklich in Stuttgart. Ich habe meinem Berater gesagt, dass ich davon nichts wissen will."
Das ist eine bodenständige Antwort von einem Spieler, der tatsächlich Fußball spielt, anstatt vom Bernabéu zu träumen. Er verließ La Fábrica, weil der Weg in die erste Mannschaft von Real Madrid im Grunde eine Mauer ist - die besten Spieler der Welt stehen für diese Plätze Schlange, und Akademie-Absolventen werden verdrängt, bevor sie überhaupt eine echte Chance bekommen.
Warum Stuttgart Sinn ergab
Andres äußerte sich direkt zu seinen Gründen für den Wechsel: "Das sportliche Projekt passte zu dem, was ich wollte - den Sprung in den Profifußball zu schaffen und die Möglichkeit zu haben, Erfahrung und Spielminuten zu sammeln." Er lobte auch ausdrücklich Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß und sagte, der Trainer habe ihn "überzeugt" und ihm "dieses Vertrauen gegeben", noch bevor er unterschrieben hatte.
Diese Art von Klarheit in der Entscheidungsfindung eines jungen Spielers ist ermutigend. Er jagte nicht dem Geld oder einem größeren Namen hinterher - er jagte Spielzeit. Stuttgart gab ihm das, und die Zahlen bestätigen das.
Er äußerte sich auch warmherzig über den ehemaligen Madrid-B-Trainer Álvaro Arbeloa und nannte ihn "den besten Kommunikator, den ich je hatte" - jemand, der ihm harte Wahrheiten sagte, wenn er sie brauchte. Arbeloas Ankunft bei Real Madrid Castilla hat seitdem mehr Türen für Nachwuchsspieler geöffnet, weshalb Andres den Verein im Auge behält, obwohl er sich in Deutschland eingelebt hat.
Die Stiller-Frage im Hintergrund
Andres ging auch auf das berichtete Interesse von Real Madrid an seinem Stuttgart-Teamkollegen Angelo Stiller ein und machte daraus etwas erfrischend Menschliches: "Wir haben ein bisschen gescherzt - 'Gehst du dorthin? Gehe ich und du gehst?'" Seine Einschätzung von Stiller war unmissverständlich: "Er ist unser bester Spieler, er ist spektakulär... ein erstklassiger Spieler, der für jedes Team spielen könnte."
Sollte Stiller sich irgendwann nach Madrid bewegen und Andres sich in diesem Tempo weiterentwickeln, könnte der Scherz damit enden, dass beide in Weiß spielen. Im Moment jedoch profitiert Stuttgart von dieser Vereinbarung - ein motivierter, etablierter La-Fábrica-Absolvent, der von Anfang an dort sein wollte.
"Wenn die Zeit kommt, werden wir reden und sehen, welche Optionen wir haben." Für einen Zwanzigjährigen, der noch seinen Platz in der Bundesliga findet, ist das genau die richtige Einstellung.