Bellingham investiert in Birmingham Phoenix Cricket Club
"Vor Madrid, vor Dortmund, vor all dem – egal wie weit du kommst, du trägst deine Herkunft immer mit dir." Das sagte Jude Bellingham. Und dann ließ er Taten folgen.
Der Mittelfeldspieler von Real Madrid und der englischen Nationalmannschaft hat einen Anteil von 1,2% am Birmingham Phoenix erworben, dem Franchise der Stadt in The Hundred. Der Deal – aufgeteilt zwischen den Anteilen des Warwickshire County Cricket Club und Knighthead Capital – hat einen Wert von knapp £1 Million. Zur Einordnung: Zu den Partnern von Knighthead zählt unter anderem Tom Brady, Bellingham bewegt sich also in interessanten Kreisen.
Eine echte Verbindung, kein Prestige-Projekt
Dies ist nicht die Art von Promi-Sportinvestment, bei der man die Augen verdreht. Bellingham wuchs in der Region Birmingham auf, begann seine Fußballkarriere bei Birmingham City und hat nie ein Geheimnis aus seiner Liebe zum Cricket gemacht. Er hat öffentlich erklärt, dass Ben Stokes der einzige Sportler ist, mit dem er tauschen würde. Das ist keine PR-Floskel – das ist ein Mann, der den Sport tatsächlich verfolgt.
Mark Baker, Vorsitzender des Hagley Cricket Club in Worcestershire, wo Bellingham als Kind spielte, formulierte es deutlich: "Wenn er sich auf Cricket konzentriert hätte, hätte er es in diesem Sport weit bringen können." Baker erinnerte sich an einen Fang, den die meisten Jugendspieler nicht geschafft hätten. "Unglaubliche Koordination... einfach pure natürliche Begabung."
Mit 22 Jahren ist Bellingham bereits einer der kommerziell einflussreichsten Fußballer der Welt. Er könnte diese Art von Geld überall investieren. Er entschied sich für einen Cricket-Club in der Stadt, in der er aufwuchs. Diese Entscheidung allein sagt schon viel aus.
Was es für die Phoenix bedeutet
Birmingham Phoenix kauft nicht Bellinghams Fußballprofil für die Kabine – sie kaufen sein Publikum. Allein seine Social-Media-Reichweite ist für ein Franchise, das versucht, die Fanbasis von The Hundred zu vergrößern, mehr wert als das Preisschild von £1 Million vermuten lässt. Für einen Wettbewerb, der noch dabei ist, seine Identität aufzubauen, ist es ein echter Gewinn, einen der bekanntesten Athleten der Welt öffentlich an das eigene Team gebunden zu haben.
Ob dies das sportliche Bild auf dem Platz verändert, ist eine ganz andere Frage. Aber was Eigentümerwechsel angeht, werden nur wenige mit diesem Maß an authentischer lokaler Verwurzelung kommen. "Es geht um Stolz", sagte Bellingham. "Darum, an das zu glauben, woher man kommt."
Er kaufte 1,2% eines Cricket-Clubs. Birmingham bekam etwas, das schwerer zu beziffern ist.