Irans Teilnahme an der WM 2026 hängt an der Spielersicherheit

Irans Teilnahme an der WM 2026 hängt an der Spielersicherheit

"Wenn die Sicherheit der Spieler der Nationalmannschaft in den Vereinigten Staaten gewährleistet ist, werden wir zur Weltmeisterschaft reisen." Das sind die Worte von Irans Sport- und Jugendminister Ahmad Donyamali, wobei der Konjunktiv hier eine Menge Gewicht trägt.

Iran bereitet sich auf das Turnier vor. Trainingslager sind angesetzt. Freundschaftsspiele wurden ausgetragen. Aber die eigentliche Entscheidung – ob Team Melli ein Flugzeug in die USA besteigt – liegt beim iranischen Staat und dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat, nicht beim Fußballverband, nicht bei den Spielern und schon gar nicht bei der FIFA.

Die geopolitische Realität, die die FIFA nicht einplanen kann

Der Hintergrund hier ist kein Vertragsstreit oder eine Qualifikationskontroverse. Iran und die USA befinden sich seit dem 28. Februar im Krieg. Ein von Pakistan vermittelter Waffenstillstand mit einer Frist bis zum 22. April ist der Faden, an dem diese Teilnahme hängt. Irans Fußballverband bat die FIFA bereits, ihre Gruppenspiele aus den USA zu verlegen – die FIFA lehnte ab und verwies auf logistische Hindernisse.

Irans Optionen sind also begrenzt: in die USA reisen oder gar nicht antreten.

FIFA-Präsident Gianni Infantino, der eine enge Beziehung zu Donald Trump pflegt, besteht darauf, dass Iran "kommen muss" und zeigt sich "zuversichtlich", dass sie teilnehmen werden. Trump hingegen postete letzten Monat, dass es "nicht angemessen" wäre, wenn Iran dabei sei – zu ihrer eigenen Sicherheit, wie er behauptete. Infantino scheint darauf zu setzen, dass die Diplomatie löst, was der militärische Konflikt verkompliziert hat.

Donyamalis Position ist pragmatisch. Das Team trainiert unabhängig davon. Das Camp läuft ab dem 10. Mai. "Unsere Pflicht aus professioneller Sicht ist es, die Arbeit und die Vorbereitung durchzuführen", sagte er. Aber Vorbereitung und Teilnahme sind zwei verschiedene Dinge.

Was auf dem Platz auf dem Spiel steht

Iran soll am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland eröffnen, dann am 21. Juni, ebenfalls in LA, auf Belgien treffen, bevor am 26. Juni in Seattle das letzte Gruppenspiel gegen Ägypten ansteht. Es ist eine Gruppe, aus der sie realistisch weiterkommen könnten – Neuseeland ist schlagbar, Ägypten sind auch keine sicheren Qualifikanten. Belgien ist das offensichtliche Hindernis, aber Iran hat die Qualität, um es wettbewerbsfähig zu machen.

Alle frühen Ausscheidungs-Quoten oder Gruppenphase-Märkte zu Iran sind derzeit im Grunde mit einem Rückzugsrisiko bepreist. Diese Unsicherheit wird sich nicht auflösen, bis sich die Waffenstillstandssituation klärt und Teheran eine formelle Entscheidung trifft.

Das Trainingslager beginnt am 10. Mai. Die Frist, die wirklich zählt, kam vier Tage früher – am 22. April, wenn der Waffenstillstand entweder hält oder nicht.