Brasilianischer Verteidiger erhält 12 Spiele Sperre wegen sexistischer Kommentare
Der brasilianische Fußball hat gerade eine der härtesten Strafen wegen Diskriminierung verhängt. Der Verteidiger von Red Bull Bragantino, Gustavo Marques, wird 12 Spiele verpassen und eine saftige Geldstrafe zahlen müssen, nachdem er sexistische Kommentare über die Schiedsrichterin Daiane Muniz gemacht hatte.
Der Vorfall ereignete sich nach einem hitzigen Viertelfinalspiel der Paulista-Meisterschaft am 21. Februar. Bragantino verlor 2:1 gegen den São Paulo FC, und Marques verkraftete die Niederlage nicht besonders gut. Seine Äußerungen nach dem Spiel über die weibliche Schiedsrichterin überschritten deutlich die Grenze.
Das Sportgericht des Bundesstaates São Paulo machte keine halben Sachen. Sie belegten Marques mit der Sperre basierend auf Artikeln zu Diskriminierung und Ehrverletzung. Dieser Fall schafft einen wichtigen Präzedenzfall für den brasilianischen Fußball.
Was hat Marques tatsächlich gesagt?
Hier wurde es hässlich. In einer Live-Aussage nach dem Spiel sagte Marques: "Es ergibt keinen Sinn, dass wir gegen São Paulo, Palmeiras oder Corinthians spielen und eine Frau ein Spiel dieser Größenordnung pfeifen lassen."
Er ging noch weiter und stellte Muniz' Ehrlichkeit und Fähigkeiten in Frage. "Ich glaube nicht, dass sie ehrlich war bei dem, was sie getan hat", behauptete Marques. Er warf ihr vor, São Paulo zu bevorzugen, und sagte, der Verband solle "keine Frau mit der Leitung" wichtiger Spiele beauftragen.
Der Verteidiger versuchte, seine Worte abzumildern, indem er sagte, er habe "allen Respekt vor Frauen". Doch dann fügte er hinzu, dass Muniz "nicht die Fähigkeit hat, sich an ein Spiel wie dieses anzupassen". Ein klassischer Fall von: etwas sagen und etwas anderes meinen.
Die Folgen
Zu seiner Ehre muss man sagen, dass sich Marques ziemlich schnell öffentlich entschuldigte. Er ging sogar zur Umkleidekabine der Schiedsrichter, um sich persönlich bei Muniz zu entschuldigen. Der Spieler, der vom portugiesischen Verein Benfica ausgeliehen ist, räumte ein, dass seine Kommentare völlig unangemessen waren.
Auch Red Bull Bragantino ergriff intern Maßnahmen. Sie straften ihn mit 50% seines Monatsgehalts und strichen ihn aus dem Kader für das nächste Spiel. Der Verein spendet das Strafgeld an eine Organisation, die sich für gefährdete Frauen in der Region Bragança Paulista einsetzt.
Für Wettende, die Bragantino im Auge behalten, ist diese 12-Spiele-Sperre enorm. Den Verlust eines Verteidigers für so lange Zeit spürt die Teamdynamik, und es könnte ihre defensive Stabilität in den kommenden Spielen beeinträchtigen. Berücksichtigen Sie dies bei allen Wettüberlegungen für ihre Spiele.
Dieser Fall hat die Diskussion über Sexismus im brasilianischen Fußball neu entfacht. Es ist ein Weckruf, dass Diskriminierung nicht toleriert wird, und die Strafe sendet eine klare Botschaft an den gesamten Sport.