WM-Austragungsort in der Krise: England vs Ghana Spiel steht in Frage

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 soll in diesem Sommer in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden. Doch es braut sich ein massives Problem zusammen, das Englands Auftaktspiel beeinträchtigen könnte.

Das Gillette Stadium in Foxborough, Massachusetts, soll sieben WM-Spiele ausrichten, darunter Englands Eröffnungsspiel der Gruppe L gegen Ghana. Doch derzeit verfügt der Austragungsort nicht einmal über die erforderliche Lizenz.

Hier liegt das Problem: Die Stadt Foxborough verlangt von der FIFA und den Stadionbetreibern eine Vorauszahlung von 8 Millionen Dollar für Sicherheitskosten. Sie weigern sich, eine Lizenz zu erteilen, bevor sie das Geld nicht erhalten haben. Kann man es ihnen verübeln?

Das Stadion gehört Robert Kraft, der auch Besitzer der New England Patriots ist. Seine Firma und die FIFA verhandeln seit Wochen mit den Stadtvertretern hin und her. Die Lage sieht nicht gut aus.

Wer zahlt was?

Anfang dieses Monats schickte Boston Soccer 2026 (das Organisationskomitee) Anwälte zu einer Stadtversammlung. Sie versprachen, alle Sicherheitskosten innerhalb von zwei Tagen nach Erhalt einer Rechnung zu begleichen. Klingt einfach, oder?

Falsch. Die Mitglieder des Stadtrats stellten dieses Versprechen sofort in Frage. Dann behauptete die Kraft-Gruppe, sie hätten eine Einigung mit der Stadt erzielt. Die Stadt wies dies als "kategorisch falsch" zurück.

Der Stadtrat machte seine Position glasklar: "Die Stadt kann und wird die Verluste der Kraft-Gruppe nicht finanzieren, indem sie die öffentliche Sicherheit opfert." Autsch.

Für alle, die sich die Wettmärkte für Englands Gruppenspiele ansehen, sorgt diese Situation für erhebliche Unsicherheit. Sollte sich der Austragungsort ändern oder das Spiel verschoben werden, könnte dies die Vorbereitung und Leistung der Mannschaft beeinträchtigen. Die Quoten für die Gruppenphase könnten sich dramatisch verschieben, wenn England am Ende an einem völlig anderen Ort spielt.

Wie geht es weiter?

Die Kraft-Gruppe betont, dass sie alles versucht habe, um mit Foxborough zusammenzuarbeiten. Sie hätten Liquiditätsprobleme gelöst und bei Bedarf Ausrüstung bereitgestellt. Sie seien frustriert, dass die Stadt anscheinend einseitige Entscheidungen ohne ordentliche öffentliche Anhörungen treffe.

Vorstandsmitglied Stephanie McGowan bot einen Hoffnungsschimmer. Sie sagte, wenn das Geld eintreffe, würden sie die Lizenz ausstellen. Aber sie sei besorgt, dass die lokalen Steuerzahler auf den Kosten sitzen bleiben könnten.

Dieses Chaos ist nur eines von mehreren WM-Problemen im Moment. Der Iran hat gedroht, sich vollständig aus dem Turnier zurückzuziehen. Auch das Playoff-Spiel des Irak steht wegen Reiseproblemen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten ernsthaft in Frage.

Mit nur noch wenigen Monaten bis zum Anstoß müssen die Turnierorganisatoren dieses Problem schnell lösen. England-Fans, die eine Reise nach Massachusetts planen, sollten wahrscheinlich mit Hotelbuchungen warten, bis dies geklärt ist.