Sandro Schwarz in Aberdeen-Gesprächen, während Horneland-Deal ins Stocken gerät
Aberdeens Suche nach einem neuen Trainer hat eine interessante Wendung genommen. Der deutsche Coach Sandro Schwarz ist in Schottland gelandet und befindet sich nun in der Granite City für persönliche Gespräche über die Übernahme des Trainerpostens in Pittodrie.
Der 47-Jährige wird sich mit Sportdirektor Lutz Pfannenstiel, Vorsitzendem Dave Cormack und Geschäftsführer Alan Burrows treffen. Er wird auch das wichtige Heimspiel am Mittwochabend gegen Celtic von der Tribüne aus verfolgen.
Die Sache ist allerdings die - Schwarz ist nicht Aberdeens erste Wahl. Diese Ehre gebührt weiterhin dem norwegischen Trainer Eirik Horneland. Aber sein potenzieller Wechsel ist auf unerwartete Hindernisse gestoßen, die der Verein als 'unvorhergesehene Umstände' bezeichnet, die nichts mit Fußball zu tun haben.
Warum Aberdeen einen Plan B braucht
Niemand weiß genau, wann Hornelands Situation geklärt sein wird. Beide Seiten wollen, dass es klappt, aber sie können derzeit keinen Zeitrahmen festlegen. Das hat Aberdeen in eine schwierige Lage gebracht, besonders da ihre Saison auf der Kippe steht.
Die Dons hatten den schottischen Pokalsieger-Trainer Jimmy Thelin im Januar entlassen, und Peter Leven hat als Interimscoach die Stellung gehalten. Aber die Ergebnisse waren nicht großartig, da der umgebaute Kader noch seine Form finden muss.
Schwarz bringt solide Erfahrung mit. Er hat in der Bundesliga Hertha Berlin und Mainz trainiert, verbrachte zwei Jahre in Russland bei Dynamo Moskau und coachte zuletzt die New York Red Bulls in der MLS. Pfannenstiel kennt ihn gut aus ihrer gemeinsamen Zeit im amerikanischen Fußball.
Was das für Aberdeens Saison bedeutet
Die Statistiken sind allerdings nicht gerade überragend. Schwarz' beste Siegquote auf höchstem Niveau liegt bei knapp über 40% aus seiner Zeit in Moskau. Das ist etwas, worüber die Aberdeen-Fans nachdenken werden, während sie diese mögliche Verpflichtung abwägen.
Mit Celtics Besuch heute Abend sind Aberdeens Hoffnungen auf die Top-Sechs so gut wie erledigt. Für alle, die auf die Wettmärkte schauen, sieht das Celtic-Spiel angesichts all der Unsicherheit um die Dons besonders einseitig aus.
Der eigentliche Fokus liegt nun auf dem schottischen Pokalspiel am Samstag gegen Dunfermline Athletic. Aberdeen will diesen Titel unbedingt verteidigen - es könnte ihre einzige realistische Chance auf einen Titel in dieser Saison sein.
Sollte Aberdeen beschließen, bis zum Sommer auf Horneland zu warten, könnte ein anderer Name wieder auftauchen: Uwe Rösler. Er ist derzeit beim VfL Bochum und stand ursprünglich ganz oben auf Pfannenstiels Wunschliste. Aber das ist eine lange Wartezeit, wenn die Ergebnisse jetzt verbessert werden müssen.