Gaye kritisiert Lookmans Wechsel zu Atletico Madrid als 'nicht ambitioniert'

Ademola Lookmans großer Wechsel zu Atletico Madrid beeindruckt nicht jeden. Der afrikanische Fußballexperte Mamadou Gaye hat sich kritisch geäußert und hinterfragt, warum der frisch gekrönte Afrikas Fußballer des Jahres sich mit den Rojiblancos zufrieden gab, anstatt höhere Ziele anzustreben.

Gayes Hauptkritikpunkt? Er ist der Meinung, Lookman hätte stattdessen einen Wechsel zu Real Madrid oder Barcelona anstreben sollen. "Warum ist er nicht zu Real Madrid oder Barcelona gegangen, was macht er bei Atlético Madrid?", fragte Gaye bei SuperSports Soccer Africa. "Nein, er ist nicht ambitioniert."

Das sind ziemlich harte Worte für einen Spieler, der gerade Atalanta nach einer unglaublichen Zeit verlassen hat. Über dreieinhalb Spielzeiten in Italien war Lookman absolut überragend. Er erzielte 55 Tore und gab 27 Assists in 137 Spielen in allen Wettbewerben. Das sind 82 direkte Torbeteiligungen für einen Flügelspieler.

Der nigerianische Star wechselte am Deadline Day zu Atletico und unterschrieb einen Vierjahresvertrag bis zur Saison 2029-30. Und er zeigt bereits Wirkung. Am Donnerstagabend erzielte er ein Tor und eine Vorlage beim deutlichen 5:0-Sieg im Copa del Rey gegen Real Betis. Kein schlechter Weg, sich den Fans vorzustellen.

Warum die Kritik?

Gayes Kritik konzentriert sich auf Ehrgeiz und Trophäenpotenzial. Er glaubt, dass Atletico Madrid trotz eines soliden Vereins nicht die Erfolgsgeschichte der beiden spanischen Großen vorweisen kann. "Wenn man zu einem Verein wechselt, geht es darum, in Europa zu gewinnen, nicht nur jedes Jahr im Mittelfeld zu landen", erklärte er.

"Real Madrid und Barcelona sind die beiden Top-Vereine; alle anderen füllen nur die Plätze, wie Atlético Madrid", fuhr Gaye fort. Er wies darauf hin, dass Atletico derzeit auf Platz drei der LaLiga-Tabelle steht, was er eher als deren natürliche Position sieht als echte Titelambitionen.

Für Wettende, die Atletico Madrid in dieser Saison verfolgen, stärkt Lookmans Ankunft definitiv ihre Offensivoptionen. Seine sofortige Wirkung deutet darauf hin, dass er ein entscheidender Faktor in ihrem Kampf um die Champions-League-Qualifikation und möglicherweise einen langen Pokal-Lauf sein könnte.

Historischer Meilenstein in Sicht

Wenn Lookman am Sonntag sein LaLiga-Debüt gibt, wird er auf einzigartige Weise in die Geschichtsbücher eingehen. Der Gewinner der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2017 würde zum ersten in England geborenen Spieler werden, der in allen vier europäischen Top-Ligen gespielt hat: Premier League, La Liga, Bundesliga und Serie A.

Das ist eine beachtliche Reise für einen Spieler, der aus der Akademie von Charlton Athletic stammt. Ob man Gayes Einschätzung seines Ehrgeizes zustimmt oder nicht, man kann Lookmans Talent und Vielseitigkeit in Europas Top-Wettbewerben nicht leugnen.