Champions League Einnahmen: Warum große Klubs es sich nicht leisten können, sie zu verpassen
Die Champions League ist zurück, und für die größten Klubs in England ist das Verpassen zu einem finanziellen Albtraum geworden. Liverpool, Manchester United und Chelsea sind alle verzweifelt bemüht, sich für die Wettbewerb der nächsten Saison zu qualifizieren, und es geht nicht mehr nur um Prestige.
Hier ist die brutale Wahrheit: Eine Saison ohne Champions-League-Fußball kann die Finanzen eines großen Klubs ruinieren. Und das ist ein massives Problem, wenn man versucht, mit der Elite Schritt zu halten.
Zusammen haben Liverpool, United und Chelsea 11 Europapokale gewonnen. Fügt man Aston Villas Triumph von 1982 hinzu, hat man vier Klubs, die in dieser Saison nur drei Champions-League-Plätze über die Premier League jagen. Dabei wird angenommen, dass Arsenal und Manchester City die ersten beiden Positionen sichern.
Das Geld ist einfach zu groß, um es zu ignorieren
Vergessen Sie für einen Moment Geschichte und Tradition. Die eigentliche Triebkraft hier ist kaltes, hartes Geld. PSG strich £125 Millionen ein für den Gewinn der Champions League der letzten Saison. Selbst Villa, die im Viertelfinale ausschieden, kassierten £72,5 Millionen.
Manchester United ist das perfekte Beispiel dafür, was passiert, wenn man es verpasst. Sie haben sich diese Saison für keinen europäischen Wettbewerb qualifiziert, und der Schaden ist erheblich. Sie verlieren ungefähr £5 Millionen für jedes Champions-League-Heimspiel, das sie ausgerichtet hätten. Über sechs Heimspiele sind das £30 Millionen weg.
Aber es wird noch schlimmer. United haben eine £10-Millionen-Strafe in ihrem Adidas-Trikotvertrag für das Verpassen der Champions League. Ja, ihre Lohnkosten sinken um 25% (etwa £78 Millionen), wenn sie nicht im Wettbewerb sind, aber das deckt nicht das ab, was sie verlieren.
United schulden £422 Millionen an ausstehenden Transferzahlungen, wobei £238 Millionen bis zum Ende der nächsten Saison fällig sind. Sie brauchen absolut Champions-League-Fußball zurück, um diese Schulden zu verwalten.
Chelsea und Liverpool spüren auch den Druck
Chelsea machte laut UEFA-Daten einen atemberaubenden Verlust von £355 Millionen in 2024-25. Das ist mehr als das Doppelte des nächsthöheren Verlustes im europäischen Fußball. Das Spielen in der Conference League in der letzten Saison brachte nur £19 Millionen ein, obwohl sie sie gewonnen haben.
Selbst Liverpool, der Meister der letzten Premier-League-Saison, bewegt sich auf einem finanziellen Drahtseil. Sie meldeten einen Vorsteuergewinn von nur £15,2 Millionen, trotz des Gewinns des Meistertitels und des Erreichens des Achtelfinales der Champions League.
Liverpools Lohnkosten erreichten jährlich £428 Millionen, die höchsten in der Premier League. Und das war, bevor sie Mohamed Salah und Virgil van Dijk neue Verträge gaben und bevor sie £450 Millionen für Transfers von Spielern wie Alexander Isak und Florian Wirtz ausgaben.
Liverpools Finanzvorstand Jenny Beacham war klar über die Situation: Der Klub muss auf höchstem Niveau konkurrieren, um die steigenden Kosten zu decken. Als Liverpool in Jürgen Klopps letzter Saison in die Europa League abstieg, wirkte sich das direkt auf Arne Slots ersten Sommer als Trainer aus.
Slot selbst gab zu, dass Liverpool in jenem Sommer Federico Chiesa teilweise nur wegen der Europa-League-Saison verpflichtete. Er weiß, dass sich der Klub in einer Übergangsphase befindet, und Übergänge funktionieren besser, wenn Champions-League-Geld verfügbar ist.
Für Wettende, die die Rennen um die Top Vier im Auge behalten, fügen diese finanziellen Belastungen eine weitere Ebene hinzu, die es zu berücksichtigen gilt. Teams, die um Champions-League-Plätze kämpfen, kämpfen nicht nur um Ruhm – sie kämpfen ums finanzielle Überleben. Diese Verzweiflung kann sie auf der Zielgeraden zu gefährlichen Gegnern machen.
Das Fazit? Champions-League-Fußball ist für Englands größte Klubs kein Luxus mehr. Er ist unverzichtbar geworden, und das Verpassen für nur eine Saison kann eine Finanzkrise auslösen, von der man sich Jahre erholt.