Tom Brady in der Kritik wegen FIFA-Video mit Infantino-Lobpreisung

Tom Brady in der Kritik wegen FIFA-Video mit Infantino-Lobpreisung

Tom Brady sollte vielleicht besser beim American Football bleiben. Die NFL-Legende sieht sich massiver Kritik ausgesetzt, nachdem sie in einem FIFA-Werbevideo erschien, in dem sie Präsident Gianni Infantino lobte. Das Problem? Er bezeichnete Infantino als "Verfechter der Basis" und "Mann des Volkes".

Fußballfans auf der ganzen Welt nehmen ihm das nicht ab. Nicht im Geringsten. Ein Anhänger brachte die Wut perfekt auf den Punkt: "In meinem Leben habe ich noch nie eine so große Kluft zwischen Prominenten/Machthabern/wohlhabenden Personen und normalen Menschen gesehen. Infantino als Mann des Volkes zu bezeichnen, ist als würde man mir ins Gesicht pinkeln und mir erzählen, es regnet."

Brady, der während seiner legendären Karriere sieben Super Bowls gewann, engagiert sich in letzter Zeit stärker im Fußball. Er hilft bei der Bewerbung der WM 2026, die gemeinsam von den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada ausgerichtet wird. Es ist das erste erweiterte Turnier mit 48 statt 32 Mannschaften.

Warum die Fans so wütend sind

Die Sache ist die - viele Fußballanhänger sehen die FIFA unter Infantino als das genaue Gegenteil von Basisnähe. Sie verweisen auf steigende Ticketpreise, die es normalen Fans unmöglich machen, WM-Spiele zu besuchen. Die Erweiterung auf 48 Teams klingt großartig, aber Kritiker argumentieren, dass es nur ums Geldverdienen geht.

Ein anderer Fan schrieb: "Nichts sagt 'Mann des Volkes' mehr aus, als die WM für die Menschen unbezahlbar zu machen lol." Dieser Kommentar bringt die Frustration perfekt zum Ausdruck. Die FIFA steht seit Jahren wegen mangelnder Transparenz und ihrer Entscheidungsfindung in der Kritik.

Das Video, in dem Brady auftrat, war reines Marketing, das darauf abzielte, die FIFA im Vorfeld des Turniers 2026 gut aussehen zu lassen. Aber einen Schweizer Administrator, der eine Organisation mit einem Wert von mehreren Milliarden Dollar leitet, als Verfechter der Alltagsfans zu bezeichnen? Das ist ein schwerer Verkauf für Menschen, die sich kaum Eintrittskarten leisten können.

Was das für 2026 bedeutet

Die Gegenreaktion verdeutlicht eine wachsende Kluft zwischen dem Bild, das die FIFA von sich vermitteln möchte, und dem, wie Fans die Organisation tatsächlich sehen. Je näher wir der WM 2026 kommen, desto mehr Debatten über Ticketpreise und Zugänglichkeit sind zu erwarten. Für Wettende, die vorausschauen, bedeutet das erweiterte Format mehr Spiele und mehr Wettmöglichkeiten - ob normale Fans diese Spiele tatsächlich besuchen können, ist jedoch eine ganz andere Frage.

Bradys Kommentare mögen gut gemeint gewesen sein, aber sie haben alle daran erinnert, dass es eine riesige Kluft zwischen Sportstars, die Turniere bewerben, und den Fans gibt, die versuchen, sie zu erleben. Manchmal ist es das Klügste, in seiner Spur zu bleiben.