Ronny Deila wird Trainer von Maccabi Tel Aviv bis Saisonende

Maccabi Tel Aviv hat sich dem erfahrenen norwegischen Trainer Ronny Deila zugewandt, um ihre Saison zu retten. Der 50-Jährige hat einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison unterschrieben und ersetzt Zarko Lazetic, der nach der Derby-Niederlage gegen Hapoel Tel Aviv in der vergangenen Woche entlassen wurde.

Deila bringt einen beeindruckenden Lebenslauf mit. Er hat Titel in Norwegen, Schottland und den Vereinigten Staaten gewonnen. Besonders hervorzuheben sind zwei schottische Meisterschaften und ein Ligapokal während seiner Zeit bei Celtic zwischen 2014 und 2016. Außerdem führte er New York City FC 2021 zu ihrem ersten MLS Cup.

Der Norweger hat in fünf verschiedenen Ländern trainiert, darunter kürzlich bei den belgischen Spitzenklubs Club Brügge und Standard Lüttich. Seine letzte Station war beim MLS-Verein Atlanta United FC, bevor er nach Israel wechselte.

Ein neuer Ansatz für Maccabi

Bei seiner ersten Pressekonferenz verlor Deila keine Zeit, seine Pläne darzulegen. "Es geht um 48 Punkte, um die wir kämpfen können, und das sind eine Menge Punkte", sagte er selbstbewusst. Das ist Musik in den Ohren der Maccabi-Fans, die den Rückstand im Titelrennen aufholen wollen.

Der neue Trainer will den Spielstil ändern. Er fordert direkteres Spiel und Konter mit besseren defensiven Reaktionen. "Ich sehe gute Arbeit, die zuvor geleistet wurde, und ich werde einige dieser Dinge in die Zukunft mitnehmen", erklärte Deila diplomatisch über die Bemühungen seines Vorgängers.

Für diejenigen, die die Wettmärkte im Auge behalten, könnten sich Maccabis Quoten auf die Meisterschaft verschieben, wenn Deila sofort Wirkung zeigt. Mit 16 verbleibenden Spielen – sechs in der regulären Saison und 10 in den Meisterschafts-Playoffs – gibt es noch genügend Zeit, die Dinge zu wenden. Der Verein hat gerade Emir Sahiti von Hamburg ausgeliehen und gibt Deila damit eine neue Offensivoption.

Politik wird ihn nicht ablenken

Angesichts der komplexen Beziehungen zwischen Norwegen und Israel ging Deila das heikle Thema direkt an. "Ich bin hier, um einen Fußballjob zu machen, und ich bin kein Politiker", stellte er klar. "Ich denke nicht, dass Politik und Sport kombiniert werden sollten."

Vereinsbesitzer Mitch Goldhar lobte die Verpflichtung und sagte, Deila "bringt eine nachgewiesene Erfolgsbilanz, bedeutende Erfahrung und starke Führungsqualitäten mit". Die Vertragsstruktur ist ebenfalls flexibel – beide Seiten haben vereinbart, dass sie verlängern können, wenn es funktioniert, oder sich im Guten trennen können, wenn nicht.

Deilas Aufgabe ist einfach: Maccabi zurück ins Titelrennen bringen. "Wir sind in einer Angriffsposition und wollen so viel wie möglich Druck machen", sagte er. Mit seiner Erfolgsbilanz, in neuen Ligen Trophäen zu gewinnen, werden die Maccabi-Anhänger hoffen, dass er erneut seine Magie entfalten kann.