Mano Menezes: Ehemaliger Brasilien-Trainer übernimmt Trainerposten in Peru
Peru sucht einen Neuanfang und setzt dabei auf ein bekanntes Gesicht aus dem brasilianischen Fußball. Der peruanische Fußballverband gab am Donnerstag bekannt, dass Mano Menezes, der 63-jährige ehemalige Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft, die Leitung der kriselnden Mannschaft übernehmen wird.
Menezes steht vor einer großen Herausforderung. Peru verpasste die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026, was zur Entlassung des vorherigen Trainers Oscar Ibañez führte. Es ist die zweite WM in Folge, für die sich das Team nicht qualifizieren konnte, nachdem bereits das Turnier 2022 in Katar verpasst wurde.
"Wir wissen, dass die letzten Jahre in Bezug auf die Ergebnisse nicht besonders glänzend waren, aber wir sind hier, weil wir etwas tun können, um wieder auf Kurs zu kommen, damit Peru wieder ein führender Akteur sein kann", sagte Menezes bei seiner Vorstellung in Lima.
Was Menezes mitbringt
Der brasilianische Trainer verfügt über solide Referenzen, auch wenn sein Lebenslauf gemischt ausfällt. Er leitete die brasilianische Nationalmannschaft von 2010 bis 2012, doch diese Zeit war nicht gerade erfolgreich. Brasilien fiel während seiner Amtszeit auf den 14. Platz der FIFA-Rangliste ab – die niedrigste Position, die das Land jemals innehatte.
Zuletzt war Menezes acht Monate lang bei Grêmio tätig und führte den Verein auf den neunten Platz in der brasilianischen Meisterschaft. Dieses Ergebnis reichte aus, um sich einen Platz in der Copa Sudamericana 2026 zu sichern, was zeigt, dass er auf Vereinsebene noch immer Ergebnisse liefern kann.
Seine Vereinserfahrung ist umfangreich. Menezes hat einige der größten brasilianischen Clubs trainiert, darunter Fluminense, Corinthians, Flamengo, Cruzeiro und Palmeiras. Er arbeitete auch international und betreute Shandong Luneng in China sowie Al Nassr in Saudi-Arabien.
Was das für Peru bedeutet
Für Wettmärkte und Fußballfans signalisiert diese Ernennung Perus Absicht, mit einer erfahrenen Hand wieder aufzubauen. Menezes kennt den südamerikanischen Fußball in- und auswendig, was Peru helfen könnte, in kommenden Qualifikationen und Turnieren wieder wettbewerbsfähiger zu werden.
Der Druck ist groß. Peru qualifizierte sich zuletzt 2018 für eine Weltmeisterschaft, als die Mannschaft nach Russland reiste. Die Fans sehnen sich nach einer Rückkehr auf dieses Niveau, und Menezes muss schnell Ergebnisse liefern, um die Skeptiker zu überzeugen, die sich an seine Schwierigkeiten mit der brasilianischen Nationalmannschaft erinnern.
Die eigentliche Bewährungsprobe wird darin bestehen, wie er mit Perus talentiertem, aber leistungsschwachem Kader umgeht. Kann er sie wieder zu ernsthaften Anwärtern im südamerikanischen Fußball machen? Das ist die alles entscheidende Frage.