FIFA-Boss verteidigt Trump-Friedenspreis trotz massiver Kritik
FIFA-Präsident Gianni Infantino weicht nicht zurück. Er verteidigt seine Entscheidung, Präsident Trump den allerersten FIFA-Friedenspreis zu verleihen, obwohl dies in der Fußballwelt für erhebliche Aufregung gesorgt hat.
In einem kürzlich geführten Interview mit Sky News erklärte Infantino die Überlegungen hinter der umstrittenen Auszeichnung. "Was auch immer wir tun können, um dem Frieden in der Welt zu helfen, das sollten wir tun", sagte er. Der FIFA-Chef ist der Meinung, dass Trump dies "objektiv verdient".
Die ganze Sache ereignete sich während der Auslosung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Washington im Dezember. Viele betrachteten es als eine Art Trostpreis, nachdem Trump im Oktober den Friedensnobelpreis nicht gewonnen hatte. Infantino war tatsächlich einer derjenigen, die sich dafür eingesetzt hatten, dass Trump diesen Nobelpreis gewinnt.
Venezuela-Verbindung löst Debatte aus
Infantinos wichtigstes Verteidigungsargument? Er verweist auf die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado, die in diesem Jahr den tatsächlichen Friedensnobelpreis gewonnen hat. Nach Trumps Militäroperation zur Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolas Maduro übergab Machado ihre Auszeichnung an Trump.
"Es ist nicht nur Gianni Infantino, der das sagt", argumentierte er. "Es gibt eine Friedensnobelpreisträgerin, die dies gesagt hat. Er war maßgeblich an der Lösung von Konflikten beteiligt und hat Tausende von Leben gerettet."
Der Zeitpunkt könnte nicht ungünstiger sein. Dies geschieht, während die Einwanderungspolitik in den USA nach tödlichen Schüssen auf zwei US-Bürger durch Bundeseinwanderungsbeamte in Minneapolis ernsthafter Kritik ausgesetzt ist.
WM 2026 bleibt auf Kurs
Auf die Frage nach Boykottaufrufen seines Vorgängers gegen die USA aufgrund von Einwanderungsbedenken wehrte sich Infantino. Er ist generell gegen Boykotte und merkte an, dass es keine weitverbreiteten Aufrufe gibt, Amerika wirtschaftlich oder diplomatisch zu isolieren.
"In unserer gespaltenen Welt, in unserer aggressiven Welt, brauchen wir Gelegenheiten, bei denen Menschen zusammenkommen können, sich rund um die Leidenschaft für den Fußball treffen können", sagte Infantino. Er ist eindeutig entschlossen, die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auf amerikanischem Boden ohne Störungen voranzutreiben.
Für Wettende, die sich WM-Wetten ansehen, scheint dieses politische Drama die Pläne für das Turnier nicht zu beeinflussen. Die Weltmeisterschaft 2026 soll nach wie vor wie geplant stattfinden.
In anderen kontroversen Äußerungen hat Infantino auch vorgeschlagen, das Fußballverbot für Russland aufzuheben. Diese Bemerkungen wurden vom Kreml herzlich begrüßt, tragen aber zur Kritik bei, der der FIFA-Präsident aus mehreren Richtungen ausgesetzt ist.