Südafrika WAFCON-Ausrichtungsstreit: Ministerin gegen Vize-Ministerin

Nun, das ist peinlich. Nur wenige Stunden nachdem Südafrikas Vize-Sportministerin verkündet hatte, dass sie den diesjährigen Afrika-Cup der Frauen ausrichten würden, trat die eigentliche Sportministerin auf den Plan und sagte: "Nicht so schnell."

Vize-Ministerin Peace Mabe enthüllte die große Neuigkeit am Sonntagabend bei der Preisverleihung der HollywoodBets Super League. Sie erklärte selbstbewusst, dass Südafrika einspringe, um Marokko als WAFCON-Gastgeber zu ersetzen. Das Turnier soll in nur 60 Tagen am 17. März beginnen.

"Wir haben eine Gelegenheit genutzt, die sich uns bot", sagte Mabe gegenüber SABC Sport. Sie verwies auf Südafrikas beeindruckende Erfolgsbilanz, einschließlich der Ausrichtung der Männer-WM 2010 und des jüngsten G20-Gipfels. Die Botschaft war klar: Wir schaffen das.

Aber dann schaltete sich die Ministerin ein

Stunden später veröffentlichte Sportministerin Gayton McKenzie eine Erklärung, die im Grunde alles widersprach, was ihre Stellvertreterin gesagt hatte. Laut McKenzie ist noch nichts bestätigt. Marokko ist immer noch der offizielle Gastgeber, und die CAF hat nicht einmal einen alternativen Ausrichtungsprozess eingeleitet.

McKenzie erklärte, dass Südafrika lediglich seine Bereitschaft zur Hilfe bekundet habe, falls nötig. Die tatsächliche Ausrichtung würde jedoch erfordern, die richtigen Wege zu gehen: formelle Bestätigung durch die CAF, Zustimmung des Kabinetts, Bestätigung von Stadien und Städten sowie die Klärung staatlicher Garantien.

"Die Äußerungen der Vize-Ministerin stellen keine formelle Bestätigung dar", stellte McKenzie klar. Autsch. Das muss ein bisschen wehtun.

Was das für das Turnier bedeutet

Wo steht also die WAFCON 2026? Im Moment ist Marokko technisch gesehen immer noch der Gastgeber. Aber offensichtlich läuft hinter den Kulissen etwas, wenn Südafrika überhaupt darüber diskutiert, einzuspringen.

Das Turnier wurde in diesem Jahr von 12 auf 16 Teams erweitert. Südafrika ist in Gruppe B mit der Elfenbeinküste, Burkina Faso und Tansania gelost. Sie werden versuchen, sich nach ihrer jüngsten Form zu verbessern, nachdem Nigeria sie und Marokko im letztjährigen Finale geschlagen hat.

Für alle, die sich die Wettmärkte ansehen, könnte diese Unsicherheit einige interessante Szenarien schaffen. Sollte das Turnier mit nur zwei Monaten Vorlaufzeit tatsächlich nach Südafrika verlegt werden, könnte das Vorteile für die Gastgeber und Nachteile für Teams bedeuten, die hektisch ihre Reise- und Vorbereitungspläne anpassen müssen.

Unterm Strich? Nichts ist bestätigt, trotz dessen, was Sie am Sonntagabend vielleicht gehört haben. Die CAF muss noch die offizielle Entscheidung treffen, und Südafrika muss alle ordnungsgemäßen Prozesse durchlaufen. Wir müssen abwarten, wie sich das in den kommenden Wochen entwickelt.