Goretzka: Trump eint Europa vor der WM 2026

Bayern Münchens Mittelfeldspieler Leon Goretzka hat vor der diesjährigen Weltmeisterschaft einige gewagte Aussagen getroffen. Der deutsche Nationalspieler sagt, dass US-Präsident Donald Trump tatsächlich dazu beigetragen hat, die europäischen Nationen zu vereinen. "Er hat es geschafft, dass wir uns nicht nur als Deutsche, sondern auch als Europäer fühlen", sagte Goretzka der Zeitung Die Zeit.

Eine interessante Sichtweise von einem der Schlüsselspieler Deutschlands. Goretzka sieht offensichtlich ein zusammenwachsendes Europa, während sie sich auf das Turnier vorbereiten, das vom 11. Juni bis 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen wird.

Europa bleibt die Macht

Der Bayern-Star hielt sich nicht zurück, als er über Europas Chancen sprach. Er glaubt, dass europäische Teams trotz der Verbesserungen anderer Kontinente die Favoriten bleiben. "Andere haben aufgeholt, aber im wichtigsten Spiel der Welt sind wir jedem Kontinent noch voraus", erklärte Goretzka selbstbewusst.

"Weit davon entfernt, zurückgelassen zu werden, wird Europa allen auf dem Platz zeigen, wo es langgeht", fügte er hinzu. Das sind kämpferische Worte von einem Spieler, der weiß, was es braucht, um auf höchstem Niveau zu bestehen. Für Wettfreunde unterstreicht dies, warum europäische Nationen typischerweise die WM-Quoten dominieren.

Deutschland wurde in Gruppe E zusammen mit der Elfenbeinküste, Curaçao und Ecuador gelost. Auf dem Papier sieht das nach einer machbaren Gruppe für die viermaligen Weltmeister aus. Tipper werden Deutschland wahrscheinlich als klaren Gruppenfavoriten sehen, obwohl Turnierfußball immer für Überraschungen gut ist.

Boykott-Aufrufe zurückgewiesen

Das Turnier war nicht ohne Kontroversen. Es gab zunehmende Boykott-Aufrufe, wobei St. Paulis Präsident Oke Göttlich vorschlug, dass Teams dies "ernsthaft in Betracht ziehen und diskutieren sollten". Sogar der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter hat sich in die Debatte eingeschaltet.

Doch Goretzka lässt sich seine Begeisterung nicht durch Politik dämpfen. "Ich bin mir der politischen Debatten bewusst", räumte er ein. "Trotzdem erwarte ich ein großartiges Turnier. Es wird den Fußball dort voranbringen und viele Menschen davon überzeugen, dass es ein fantastisches Spiel ist."

Die positive Einstellung des Mittelfeldspielers deutet darauf hin, dass Deutschland sich vollständig auf den Fußball konzentriert und nicht auf die Nebengeräusche. Diese kompromisslose Herangehensweise könnte sie zu gefährlichen Titelanwärtern machen, wenn das Turnier im Juni beginnt.