Arsenal News: Artetas Vertrauensprobleme & Gyokeres' Sporting-Wiedersehen

Arsenal thront derzeit an der Tabellenspitze der Premier League. Doch mit Manchester City direkt im Nacken muss Mikel Arteta sicherstellen, dass jeder einzelne Spieler Höchstleistungen bringt.

Die Gunners waren diese Saison sowohl in der Liga als auch in Europa brillant. Sie gewannen ihre Champions-League-Gruppe und treffen im März im Achtelfinale auf Bayer Leverkusen.

Arteta sprach kürzlich darüber, in dieser entscheidenden Phase fokussiert zu bleiben. "Wir müssen in der Gegenwart leben, und die Gegenwart ist wunderschön", sagte er. "Wir sind in jedem Wettbewerb genau dort, wo wir sein wollen."

Doch nicht jeder glaubt, dass Arteta seine Kaderrotation richtig handhabt. Paul Merson hat Bedenken bezüglich des Arsenal-Trainers und wie er bestimmte Spieler einsetzt.

Merson hinterfragt Artetas Vertrauen in Stammspieler

Der ehemalige Arsenal-Mittelfeldspieler glaubt, dass Arteta nicht genug Vertrauen in Viktor Gyokeres und Eberechi Eze hat. Beide Spieler erzielten kürzlich jeweils einen Doppelpack beim beeindruckenden 4:1-Sieg gegen Tottenham.

In Sky Sports' Soccer Saturday lobte Merson, wie sich die beiden ergänzen. "Wenn diese beiden bis zum Saisonende in Topform bleiben, gewinnt Arsenal die Meisterschaft", sagte er. "Wenn sie konstant auf 8/10-Niveau spielen können."

Eze wurde geholt, um der X-Faktor-Spieler zu sein, der in engen Spielen Abwehrreihen knacken kann. Er ist elegant am Ball und kann an Verteidigern vorbeigleiten, als wären sie gar nicht da.

Für Wettfreunde, die Arsenals Titelchancen im Blick haben, könnte die Form von Gyokeres und Eze entscheidend sein. Wenn Arteta ihnen keine konstante Spielzeit gibt, könnte das die Chancen der Gunners beeinträchtigen, City im Endspurt abzuwehren.

Doch Merson glaubt nicht, dass Arteta ihnen genug vertraut. "Ich glaube nicht, dass er [vielen] Leuten vertraut", erklärte Merson. "Ich denke, Arteta reagiert impulsiv, wo er jemanden etwas falsch machen sieht und dann heißt es: 'Oh, du bist raus aus dem Team.'"

Er verwies auf Beispiele wie Riccardo Calafiori, der nach einem schlechten Spiel aussortiert wurde. Gleiches galt für Eze, der gegen Aston Villa einen Fehler machte und danach kaum noch spielte.

Gyokeres könnte peinliches Sporting-Wiedersehen bevorstehen

Unterdessen bahnt sich in der Champions League eine interessante Nebenhandlung an. Gyokeres könnte auf seinen Ex-Klub Sporting CP treffen, falls beide Teams ins Viertelfinale einziehen.

Der schwedische Stürmer wechselte im vergangenen Sommer für 64 Millionen Pfund zu Arsenal nach einem kontroversen Abgang aus Portugal. Er kehrte nicht zum Trainingslager bei Sporting zurück, was für einigen Wirbel sorgte.

Gyokeres ließ damals auf Instagram Dampf ab: "Im Moment wird viel geredet, das meiste davon ist falsch. Ich werde sprechen, wenn die Zeit reif ist."

Jetzt könnte er seinem alten Verein gegenüberstehen. Arsenal spielt gegen Leverkusen, während Sporting auf Bodo-Glimt trifft im Achtelfinale. Gewinnen beide ihre Spiele, treffen sie im Viertelfinale aufeinander.

Sportings Trainer Rui Borges betonte, dass es keine bösen Gefühle wegen Gyokeres' Abgang gibt. "Ich wünsche ihm alles Glück der Welt, er hat eine Ära in unserem Fußball geprägt", sagte Borges.

Doch er fügte hinzu, dass diese guten Wünsche verschwinden würden, sollten sie sich in Europa begegnen. Dieses potenzielle Aufeinandertreffen könnte Arsenals ohnehin schon dramatischer Champions-League-Kampagne zusätzliche Würze verleihen.