Ronaldo vs Al Nassr: Hat CR7 einen Punkt bei den Transfers?
Cristiano Ronaldo rastet wieder aus. Und diesmal nicht auf dem Platz.
Trotz unglaublicher 4,4 Millionen Dollar pro Woche in Saudi-Arabien ist die 41-jährige Legende wütend über Al Nassrs mangelnde Transferaktivität. Er ist so verärgert, dass er tatsächlich in den Streik getreten ist und das jüngste Spiel gegen Al Riyadh verpasst hat.
Der fünfmalige Ballon-d'Or-Gewinner ist zum Training zurückgekehrt, aber es heißt, er werde weiterhin Spiele boykottieren. Seine Frustration? Al Nassr gibt nicht so viel aus wie die großen Rivalen Al Hilal, Al Ittihad und Al Ahli.
Aber hier ist die Millionen-Dollar-Frage: Hat Ronaldo eigentlich Recht?
Al Nassrs Transferausgaben seit Ronaldos Ankunft
Schauen wir uns die Fakten an. Seit Ronaldo im Januar 2023 kam, hat Al Nassr massive 482 Millionen Dollar für Transfers ausgegeben.
Der erste Sommer nach Ronaldos Ankunft war wild. Sie holten Sadio Mané für 30 Millionen Dollar, und er war brillant mit 60 Torbeteiligungen in zwei Saisons. Gar nicht schlecht.
Das große Geld floss für Otávio von Porto für 65 Millionen Dollar. Sie schnappten sich auch Aymeric Laporte, Seko Fofana, Marcelo Brozović und Alex Telles. Gesamtausgaben im Sommer? Etwa 180 Millionen Dollar.
In den folgenden Saisons kamen weitere große Namen. Jhon Durán kostete 80 Millionen Dollar von Aston Villa, obwohl er floppte und nach sechs Monaten ging. Sie holten auch junge Talente wie Angelo Gabriel von Chelsea für 25 Millionen Dollar.
Der letzte Sommer brachte noch mehr Verstärkungen. Kingsley Coman kam von Bayern München für 35 Millionen Dollar und liefert regelmäßig Tore. João Félix kam von Chelsea für bis zu 58,1 Millionen Dollar. Barcelonas Iñigo Martínez kam ablösefrei.
Al Nassr hat also definitiv Geld ausgegeben. Das Problem? Dieses Januar-Transferfenster war mausetot, nur Abdullah Al-Hamdan und Haydeer Abdulkareem kamen.
Wie Al Nassr im Vergleich zu den Rivalen dasteht
Hier wird es interessant. Al Hilal hat seit Beginn der saudischen Ausgabenorgie absolut wahnsinnige 668 Millionen Dollar ausgegeben. Das ist deutlich mehr als alle anderen.
Und dieser Winter? Al Hilal hat gerade Karim Benzema von Al Ittihad geholt. Sie schnappten sich auch das französische Wunderkind Kader Meïté von Rennes für viel Geld. Kein Wunder, dass Ronaldo eifersüchtig ist.
Aber warte. Al Nassr hat tatsächlich mehr ausgegeben als Al Ittihad (446 Millionen Dollar) und Al Ahli (448 Millionen Dollar). Dennoch gewann Al Ittihad den Titel der letzten Saison mit Benzema an der Spitze. Al Ahli gewann die AFC Champions League, obwohl sie etwas weniger ausgaben.
Vielleicht ist das Problem also nicht das Geld. Vielleicht liegt es an dem, was auf dem Platz passiert. Al Nassr wurde letzte Saison unter Trainer Stefano Pioli Dritter, obwohl sie den besten Torschützen der internationalen Fußballgeschichte im Sturm haben.
Für Wettende, die sich die Saudi Pro League Quoten ansehen, schafft diese Situation Unsicherheit über Al Nassrs Titelchancen. Das Team hat eindeutig Talent, aber interne Dramen könnten ihre Saison komplett entgleisen lassen.
Wenn Ronaldo und Al Nassr das nicht klären können, könnte CR7 bald wieder auf dem Sprung sein. Er wird nicht vor der WM 2026 zurücktreten, also braucht er einen Ort zum Spielen.
Die Major League Soccer wird immer wieder erwähnt, besonders wegen der Messi-Rivalität. Eine Rückkehr zu Sporting CP, wo er seine Karriere begann, scheint am wahrscheinlichsten, falls er nach Europa zurückkehrt. Real Madrid? Wahrscheinlich nicht, aber es sind schon seltsamere Dinge passiert.
Fazit? Al Nassr hat reichlich Geld ausgegeben. Sie haben qualitativ hochwertige Spieler geholt. Aber sie gewinnen immer noch nicht den großen Preis. Vielleicht sollte Ronaldo näher zu Hause nach Antworten suchen, anstatt das Transferkomitee zu beschuldigen.